Flachgau-Pendler müssen warten

SEEKIRCHEN/STRASSWALCHEN (kha). "Seitdem die Westbahn im Vorjahr ihren Fahrplan umgestellt hat, kommt es auf der Strecke zwischen Seekirchen und Straßwalchen zu ständigen Verzögerungen", so Tanja Kreer, Gemeindevertreterin in Straßwalchen.

Fahrplanwechsel hat Folgen
Grund dafür sei die Taktung der "Westbahn", die seit Dezember zweimal pro Stunde auf der Strecke Salzburg – Wien verkehrt. Was kompliziert klinge, sei eigentlich sehr einfach zusammenzufassen: "Mehr Verkehr auf gleich vielen Schienen", so die SPÖ-Gemeindepolitikerin. "Um nämlich die Abfahrtszeiten des Regionalexpresses (REX) trotz der Westbahn-Umstellung einzuhalten, haben die ÖBB einige Haltestellen ‚eingespart’." Zu den laufenden Verspätungen kommt nun noch die "Ausdünnung" der angefahrenen Haltestellen. Das habe gravierende Auswirkungen, so Kreer: "Ein Kind aus Braunau etwa, das im Gymnasium Seekirchen in die Schule geht, müsste zuerst nach Steindorf fahren, um dann dort in die Mattigtalbahn umzusteigen, die seit der Fahrplanänderung nicht mehr in Seekirchen hält." Seekirchen sei zeitweise vom Nahverkehr abgeschnitten.

Seekirchen wird nicht angefahren
„Wenn die Mattigtalbahn in Seekirchen wieder stehen bleiben würde, wäre zumindest das schlimmste Chaos beseitigt“, so auch der Seekirchner Gemeinderat Franz Danko: „Wie kann man nur auf die Idee kommen, die Zugverbindungen in eine Gemeinde wie Seekirchen zu kürzen, in die täglich unzählige Schülerinnen und Schüler pendeln bzw. in die zukünftig das Bezirksgericht verlegt werden soll?“

Kritik kommt auch von Vbgm. Gigerl
Auch die Seekirchner Partei LeSe beklagt den derzeitigen Zustand: "Der Regionalzug Straßwalchen – Salzburg, der kürzere Umsteigeverbindungen zu den Schnellzügen als bisher bieten soll, entpuppt sich durch die dauernden Verspätungen mittlerweile als Garant für Wartezeitverlängerungen. Die äußerst knapp geplanten Anschlüsse werden zum Lotteriespiel. Die Suppe müssen aber jetzt die Pendler auslöffeln", so der Seekirchener Vizebürgermeister Walter Gigerl. „Mir berichten Pendler, die ihre Jahreskarte mittlerweile zurückgeben wollen, weil es nun öfter als in der Vergangenheit zu teils erheblichen Verzögerungen kommt. Das kann es wohl nicht sein. Ich fordere die Verantwortlichen auf, umgehend zu handeln, ehe der Ruf der regionalen Zugverbindung von/nach Salzburg komplett ruiniert ist.“

ÖBB veranlassen nun Änderungen
Seitens der ÖBB wird nun auf die Situation reagiert: "Tatsächlich kam es in jüngster Vergangenheit zu Verspätungen, für die wir uns bei unseren Kunden entschuldigen möchten. Wir haben deshalb auch Anpassungen vorgenommen, die ab 5. Februar beim Fahrplan in Kraft treten."

Die ÖBB -Änderungen im Detail:
REX5800 in Braunau ab um 04:18 Uhr: 1 min früher ab, an Salzburg Hbf unverändert
-REX5854 in Braunau ab um 05:44 Uhr: 2 min früher ab, Haltezeiten bei Stationen im Mattigtal werden verlängert
-REX5801 in Steindorf ab um 05:47 Uhr: 1 min früher ab, erforderlich wegen der Änderung des REX5854
-REX5856 in Braunau ab um 06:15 Uhr: 2 min früher ab, Haltezeiten bei Stationen im Mattigtal werden verlängert
-REX5805 in Salzburg Hbf ab um 07:16 Uhr: Halt in Salzburg Kasern und Eugendorf entfällt
-R3051 ab Salzburg Hbf ab um 06:58 Uhr: 2 min früher ab, zusätzliche Halte in Salzburg Kasern und Eugendorf

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