Gewerbsmäßiger Betrug geklärt

Ein 25-jähriger in Deutschland geborener, türkischer Staatsangehöriger gab sich telefonisch gegenüber Tankstellenangestellten als Mitarbeiter oder teilweise auch als Servicetechniker der Firma Paysafecard aus. Er konnte dabei das Vertrauen der Angestellten erlangen. Durch Vorspiegelung falscher Tatsachen konnte er in weiterer Folge die jeweiligen Tankstellenangestellten dazu bewegen, ihm eine bestimmte Anzahl von Paysafecards auszudrucken und die jeweiligen darauf vermerkten PIN-Codes telefonisch durchzugeben.

Schließlich wurden in den meisten Fällen die angeforderte Anzahl von Paysafe-Cards vom Terminal ausgedruckt und auch die Codes, jeweils im Wert von 100.- Euro ausgedruckt. Auf diese Art und Weise, erlangte der Täter insgesamt 305 Paysafe-Card-Codes, das ergibt einen österreichweiten Schaden von 30.500 Euro. Lediglich drei Tankstellenangestellten kam der Anruf suspekt vor. Diese wollten erst mit ihren jeweiligen Chefs Rücksprache halten, woraufhin der Beschuldigte schließlich auflegte.

Die Guthaben der Paysafecards verwendete der Beschuldigte meistens sofort in diversen Online-Spielcasinos oder für Wertkartenkreditkarten. Sämtliche hierzu bekannten Fälle (insgesamt 22 Tatorte österreichweit) wurden durch das Kriminalreferat Salzburg zusammengezogen und bearbeitet. In Zusammenarbeit mit Kollegen aus Deutschland konnte der 25-jährige Beschuldigte ausgeforscht werden. Ihm konnten die Tathandlungen direkt nachgewiesen werden. Der Täter war ebenfalls deutschlandweit tätig und verursachte mit dieser Betrugsmasche dort einen ebenfalls sehr hohen finanziellen Schaden. Er konnte schließlich in Deutschland festgenommen werden und sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

www.bmi.gv.at

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