28.03.2017, 16:56 Uhr

Kinofilme Made in Grödig

Moonlake Entertainment arbeitet mit modernster Technik.

Von Karajan bis Niki Lauda – Moonlake Entertainment setzt auf Menschen

THALGAU/GRÖDIG/LONDON (buk). Mit Robert Lechner als "Türöffner" ist Hans Michael Schalle in die Welt der Motorsport-Dokumentationen eingestiegen. Produziert werden seine Filme nach wie vor in Grödig, der "Moonlake Entertainment"-Firmensitz wurde vor drei Jahren nach London verlegt. Für den Firmennamen wollte der Salzburger etwas Mystisches, das aus der Region stammt. "Ich habe mir gedacht: Ein See auf dem Mond – das passt perfekt."

"Green Hell" in 110 Kinos

Schalles aktuellster Film, die Nürburgring-Doku "The Green Hell", läuft derzeit in 110 europäischen Kinos. Zudem haben 100 kanadische Lichtspielhäuser angefragt und auch aus den USA und Australien gibt es Interesse. Die Plattform Motorsport Entertainment aus Miami, die monatlich 115 Mio. Klicks weltweit verzeichnet, wird 51 Prozent des Moonlake-Motorsport-Franchisings übernehmen.

Motorsport durch Zufall

"Dabei habe ich mit Motorsport eigentlich nie etwas zu tun gehabt", verrät der Firmenchef bei der Präsentation seiner Filmserie in den Hallen der Lechner-Brüder. Ihm gehe es immer darum, die Geschichten der Menschen zu erzählen. "Autos sind doch nur Blech." Und genau durch eine Menschen-Geschichte ist Moonlake Entertainment auch – mehr oder weniger zufällig – in den Motorsport-Bereich hineingerutscht. "Ich habe Niki Lauda gefragt, ob ich einen Film über ihn machen kann", erzählt Schalle. "Er hat anfangs nur zurückgefragt, was das denn solle." Bei den Recherchen habe ihm Robert Lechner zahlreiche Kontakte vermittelt und sei als Nürburgring-Gewinner auch Teil des aktuellen Films.

Als Prüf- und Teststrecke gebaut


Dass diese Strecke nicht zu unterschätzen ist, beweist alleine schon der Spitzname "Grüne Hölle", der von Jackie Stewart stammt. Und auch Robert Lechner hat gehörigen Respekt: "Dort hab ich in einem Rennen alle Haare verloren", scherzt er. Lechner, der eigentlich Formel-Fahrer war, kannte den 1918 unter Kaiser Wilhelm als Prüf- und Teststrecke konzipierten Kurs bis 2002 nur aus Erzählungen. Nach einer ersten Testfahrt in einer 800 PS starken Dodge Viper wollte er das Rennen sogar absagen. Insgesamt ist Lechner hier sechs Mal angetreten. Gewinnen konnte er nur bei seinem ersten Antritt. Wie viele Kurven der 28 Kilometer lange Kurs tatsächlich hat, wissen auch die Fahrer nicht so genau, Lechner gibt hier immer die Zahl 76 an.

Von Monaco nach Silverstone

Die nächsten Moonlake-Entertainment-Motorsport-Projekte handeln vom Monaco-Grand-Prix und von Silverstone, wo Prinz Harry und Sir Jackie Stewart die Patronanz übernommen haben. Weitere Filme stehen bereits in der Pipeline. Abseits der Rennstrecken und von rasenden Fahrern stellte Schalle bislang unter anderem Dokus über Karajan und die Osterfestspiele und zu "Salzburg 20.16" auf die Beine.


Hier geht's zum Kommentar "Stellt die Menschen in den Mittelpunkt!"

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