05.10.2017, 15:00 Uhr

Regionale Stärke aus Abersee: Pionier mit Weitblick

Regionale Stärke beweist die Familie Eisl mit ihren köstlichen Produkten aus Schafmilch.
ABERSEE (schw). Das Seegut Eisl besteht aus dem Stoffbauern- und Holzmeistergut in Abersee und wird als Erbhof seit 1490 von der Familie bewirtschaftet. Vor 30 Jahren wurde der Betrieb von Rinderhaltung auf Milchschafhaltung mit angegliederter Hofkäserei umgestellt. Der Stoffbauer erzeugt naturbelassene Qualitätsprodukte nach eigener Kreation und Entwicklung. "Wir sind auf einzigartige Produkte mit besonderer Aufmachung spezialisiert, die handwerklich in Bio-Austria-Qualität hergestellt werden", erklärt Christine Eisl. In 527-jähriger Tradition betreibt die Familie Sepp und Christine Eisl heute eine Land- und Forstwirtschaft mit 25 Hektar Wiesen und rund 50 Hektar Wald. Bereits 1981 entwickelte der damals 17-jährige eine Alternative zum geringen Milchkontingent und zum Verkauf von Kuhmilch. Sein Ziel war es, die Familie ernähren zu können. Aus der Not heraus entschloss sich Eisl die Schafmilch selbst zu verarbeiten und mit regionalen Gastronomen und Einzelhändlern direkt zu vermarkten. Von derzeit 140 Schafen verarbeitet der Stoffbauer mit sechs Vollzeit-Mitarbeitern rund 60.000 Liter Milch. Wöchentlich liefert der Betrieb seine Qualitätsprodukte an über 200 langjährige Stammkunden in der Region.
Im April dieses Jahres kreierte Eisl die Marke "Eisl Eis" und eröffnete in der Salzburger Altstadt beim Café Mozart den ersten Bio-Schafmilch-Eissalon Österreichs. "Wir haben seit heuer Speise-Eis aus Schafmilch in unserem Sortiment, das aus hundert Prozent biologischen Rohzutaten hergestellt wird. Besonderen Wert legen wir auf die österreichische Herkunft der Zutaten“, so Eisl. Darüber hinaus ist die Familie Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Auszeichnungen. Über 80 Goldmedaillen sprechen für sich. "Bei der ersten österreichischen Eis-Prämierung sind wir erst kürzlich für das Bio-Heidelbeer-Rosmarin-Eis mit dem Goldenen Stanitzel ausgezeichnet worden", ist Eisl stolz. Hoch erfreut ist die Familie über die Wahl zum drittbeliebtesten Eissalon Österreichs. Dieses sensationelle Ergebnis brachte ein Online-Voting, das vom Gourmet-Magazin Falstaff durchgeführt worden war.
Ihren Lebensraum teilen sich die Eisls mit Campinggästen, mit einer syrischen Flüchtlingsfamilie, mit Ziviltechnikern (Firma der Schwiegersöhne) und mit der Groß-Familie, die sechs Haushalte aufweist. „Zweimal pro Woche kommen alle zum Mittagessen in der Wohnung der ältesten Generation zusammen. An den restlichen Werktagen wird für alle Mitarbeiter im Bauernhaus gekocht“, erzählt Eisl und fügt hinzu: „Wir haben auch einen großen Kinderspielplatz, den wir für unsere sieben Kinder gebaut haben und der mit der Zeit zum Ort des Miteinanders für alle Kinder geworden ist.“
Bestens gelungen ist der Familie die Symbiose zwischen Altem und Neuem. Das historische Bauernhaus wurde renoviert und dementsprechend ökologisch mit Wärmedämmung ausgestattet. Alle neuen Gebäude wurden in Holz- und Massivbauweise errichtet. Der hundert Jahre alte Holzdielenboden aus der oberen Stube des Bauernhauses verleiht dem Salzburger Eissalon das Charisma des Salzkammergutes. Im Zeichen der Umwelt setzte die Familie auch Maßstäbe als Heizwerkbetreiber der „Bio-Nahwärme Farchen“, das mit Hackschnitzel und einer thermischen Solaranlage ausgestattet ist. Auch eine eigene Wasserversorgung steht zur Verfügung. Für den Verkauf der Schafmilchspezialitäten werden Verpackungen verwendet, die biologisch abbaubar und recyclebar sind. Milch und Schafmilchjoghurt werden zum Beispiel in Gläser abgefüllt und die Take-Away-Isolier-Boxen für den Eissalon sind aus nachhaltigem Material, das verrottet.

Alle Infos rund um den Regionalitätspreis gibt's auf der

* Themenseite "Salzburger Regionalitätspreis"



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