21.11.2017, 00:00 Uhr

Stille Nacht erleben - Start ins Gedenkjahr 2018

Peter Schröder, Autor Josef Standl, Andrea Pabinger, Werner Fritz, Clemens Konrad (Tourismusverband).
Die Stille-Nacht-Gemeinden präsentieren eine Reihe von Projekten für das Jubiläumsjahr 2018.
OBERNDORF (schw). Die Stille-Nacht-Kernregion will den 200. Geburtstag des Stille-Nacht-Liedes im nächsten Jahr würdig begehen. In Arnsdorf bei Lamprechtshausen komponierte Franz Xaver Gruber das außergewöhnliche Lied. Die Uraufführung fand in Oberndorf statt. "Derzeit befindet sich das mit Euregio-Mitteln co-finanzierte Projekt 'Stille Nacht! als touristischen Zielraum aktivieren' in der Umsetzung", erklärt Bürgermeister Peter Schröder. Wesentlich dabei sei die Imageverbesserung durch gemeinsame Initiativen und um die Attraktivität eines Besuches im Jubiläumsjahr zu steigern. "Ziel ist es, dass der Tourismus mit rund 80.000 Besuchern allein im Advent das ganze Jahr über Thema für diese Region ist, weil es auch die Friedensbotschaft beinhaltet", so Schröder. Präsentiert wurde dazu ein von Professor Josef Standl verfasstes Buch "Stille Nacht! erleben", das die Entstehungsgeschichte des weltberühmten Liedes ebenso beleuchtet, wie die Biographien von Textdichter Joseph Mohr und Komponist Franz Xaver Gruber. Der "Stille-Nacht"-Friedensweg und die Friedensroute entlang alter Pilgerwege sollen der inneren Einkehr dienen. Stille-Nacht-Projektpartner sind die Gemeinden Lamprechtshausen und Göming sowie Laufen und Ramsau bei Berchtesgaden. "Der Friedensweg ist mehr als zehn Kilometer lang und verläuft von Arnsdorf über Göming und Laufen nach Oberndorf", so Lamprechtshausens Bürgermeisterin Andrea Pabinger. "Einmal pro Jahr wird die 'Gruber-Roas' organisiert, die von Arnsdorf nach Göming führt. Immerhin ist der Boden unserer Maximilian-Kirche aus der ehemaligen Oberndorfer Kirche, auf dem das Lied zum ersten Mal aufgeführt wurde", so Gömings Bürgermeister Werner Fritz. Der umfangreiche Projektkatalog für das Jubiläumsjahr sieht eine Reihe von Aktivitäten vor, wie regionale und internationale Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen. Highlights sollen ein Friedenskonzert, eine Sonderbriefmarke und eine tausend Meter lange Bilderstrecke sein, die von Schülern gemalt wird und den Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde schaffen soll. Für die Aktivitäten hoffen die Ortschefs der Stille-Nacht-Gemeinden auf eine finanzielle Beteiligung des Landes. "Wir reden von einem Budget von insgesamt 200.000 Euro. Wenn wir keine Unterstützung erhalten, werden wir das Programm dementsprechend abspecken", so Schröder.
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