Transdanubien
Zahlen fürs Parken rückt näher

Auf Einfallrouten wie der Brünner Straße bilden sich des öfteren Staus.
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  • Foto: Sabine Krammer
  • hochgeladen von Christine Bazalka

Noch heuer soll ein Gesetz Parken in Wien neu regeln – die transdanubischen Bezirkschefs finden das gut.

FLORIDSDORF/DONAUSTADT. Wenn es um das Parken im 21. und 22. Bezirk geht, wollen die Bezirksvorsteher natürlich mitreden. "Ich gehe davon aus, dass hier ohne meine Zustimmung nichts geschieht", sagt der Floridsdorfer Bezirkschef Georg Papai (SPÖ). Mit dem von Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) präsentierten Plan – nach der Wahl soll ein Gesetz verabschiedet werden, welches das Parken in der ganzen Stadt neu und einheitlich regelt – können er und sein Donaustädter Pendant Ernst Nevrivy (SPÖ) sich aber prinzipiell anfreunden.

Kommt das Gesetz wie geplant noch heuer, so bedeutet das aller Wahrscheinlichkeit nach, dass Parken auch im 21. und 22. Bezirk bald kostenpflichtig wird. Wie genau die Kosten gestaffelt werden – die Rede ist von einem Zonenmodell – wird erst verhandelt. Klar ist, dass der Parkdruck in Floridsdorf und Donaustadt steigt. "Dass unser Nachbar Döbling das Parkpickerl eingeführt hat, haben wir deutlich gespürt", sagt Papai. "Im Bezirkszentrum und in Jedlesee ist die Parkplatzsuche sehr schwierig." Ähnlich ist es im 22. Bezirk: "In Kaisermühlen gibt es ungefähr so viele freie Parkplätze wie in der Innenstadt", sagt Nevrivy, "und in Kagran sieht es aus wie innerhalb des Gürtels." Er kann sich deshalb auch nicht vorstellen, dass der ganze Bezirk über einen Kamm geschoren und einer einzigen "Außenbezirks-Zone" zugeschlagen wird. "Dieses Modell kommt nicht, das schließe ich aus", sagt er. Den Bezirk in unterschiedliche Zonen aufzuteilen, kann sich Amtskollege Papai im Gegenzug nur schlecht vorstellen. Für ihn ist nämlich wichtig, dass die Floridsdorfer im eigenen Bezirk noch überall problemlos parken können.

Bessere Öffis für den 21. und 22. gefordert

Für beide Bezirke wäre ein aktives Parkmanagement in erster Linie willkommen, um den Pendlerverkehr aus Niederösterreich zurückzudrängen. "Um die Öffi-Haltestellen herum sieht man, dass jedes zweite geparkte Auto ein niederösterreichisches Kennzeichen hat", sagt Papai.

Wenn das Parken für Nichtwiener empfindlich teurer werden würde, brauche es aber im Gegenzug natürlich einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs, sind sich die Bezirkschefs einig. Ein Ausbau ist auch geplant, sowohl eine Verstärkung der S-Bahn-Linien als auch eine Weiterführung der Straßenbahnlinie 25 nach Groß-Enzersdorf.

Bei den Wiener Linien heißt es, dass diese Verlängerung aber frühestens 2026 fertiggestellt werden könnte. Sie würde mehreren tausend Pendlerinnen und Pendlern zugute kommen. Ernst Nevrivy hofft, dass als Überbrückung neue Buslinien ins Umland entstehen können.

Aber nicht nur das Umland, auch die Bezirke selbst müssten noch besser mit Öffis versorgt werden, wenn man die Menschen motivieren möchte, das Auto stehen zu lassen, findet Georg Papai: "Hier nachzubessern und das Angebot attraktiver zu machen, sollte der nächste Schritt sein. Das wäre wichtiger, als die Jahreskarte kostenlos zu machen."

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