21.10.2016, 09:00 Uhr

Hochbeet hat auch im Winter Hochsaison

Spinat, Feldsalat, Pastinaken und Winterportulak können bis zur Ernte im neuen Jahr stehen bleiben.
TRAGWEIN. Ein Hochbeet ist auch in der kalten Jahreszeit eine tolle Sache. Von dem großen Nährstoffangebot und den guten Wachstumsbedingungen in einem Hochbeet profitiert vor allem Gemüse, das bis in den Winter hinein kultiviert werden kann. Während der Hobbygärtner ab September die ebenerdigen Beete langsam aberntet und für den Winter vorbereitet, kann er in seinen hochgelagerten Beeten weiterhin bestimmte Gemüse- und Salatsorten anpflanzen und sie bis ins neue Jahr hinein genießen. Dies gelingt, wenn das Gemüse und die verschiedenen Salatsorten vor den kalten Temperaturen und vor Nässe geschützt werden. Decken aus Laub, Fichtenreisig oder Vlies sowie Folien begünstigen die Entstehung von Grauschimmel und anderen Pilzkrankheiten. Deshalb ist es ratsam, stattdessen einen Frühbeet-Aufsatz zu benutzen. "Ein Frühbeet-Aufsatz ist nicht nur eine optische Bereicherung, sondern vor allem ein großartiger Schutz der Pflanzen", sagt Rudolf Ortner, Inhaber der Firma Ortner Holz aus Tragwein.

Je nach Pflanzenart

Chinakohl und Endivien sollten spätestens im November abgeerntet werden. Wirsing, Grünkohl, Lauch und Rosenkohl können noch bis in den Jänner geerntet werden. Auch Spinat, Feldsalat, Pastinaken und Winterportulak können bis zur Ernte im neuen Jahr stehen bleiben. Petersilie sollte man noch vor dem ersten strengen Frost ernten und bedarfsweise einfrieren.

Nährstoffe auffüllen

Wer keine herbst- und winterreifenden Kulturen im Hochbeet aussäen möchte, kann trotzdem im Oktober neu anbauen. So wächst Knoblauch, der im Herbst gesät wird durch den winterlichen Kältereiz im Frühjahr viel besser. Dasselbe gilt für Zwiebeln und Gartenkerbel. Soll das Hochbeet bis zum nächsten Frühjahr unbepflanzt bleiben, kann die kalte Jahreszeit genutzt werden, um es wieder mit Nährstoffen anzureichern. Hierfür wird die Erde zu einer Seite des Hochbeetes gerecht und mit Grünschnitt, Laub und anderen Gartenabfällen nachgefüllt. Diese können dann über den Winter verrotten und Nährstoffe an die obere Erdschicht abgeben.
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