Schönauerin holt sich Karl-Pömer-Preis

Angela Ruemer mit Stelzhamerbundpräsident Klaus Huber.
  • Angela Ruemer mit Stelzhamerbundpräsident Klaus Huber.
  • Foto: Christine Huber
  • hochgeladen von Carmen Palzer

SCHÖNAU. Heuer erstmals ausgeschrieben wurde der "Karl-Pömer-Preis" für ungereimte Mundart. Die Schönauerin Angela Ruemer hat es mit ihren Gedichten unter die zehn Besten geschafft. 300 Texte von Mundartdichtern aus Österreich und Deutschland haben sich der Jury gestellt. Die Preisträgerin Angela Ruemer ist Mitglied des Stelzhamerbundes im Bezirk Freistadt und hat sich bei den regelmäßigen Treffen zunehmend als Talent für ungereimte Dichtung erwiesen.

Gedichte von Angela Ruemer

Waunn er mit gherat
Waunn er mir gherat
Waunn er mir gherat, der Bua,
ih treibat eahm de Flausn schon aus,
hat a gmoant,
waunn da Nachbanbua wieda amal
spinnat war.

Groß isa hiazt, da Bua
An solchan wia den findst net bald amal,
so aufrichti und gradlini wia der is,
moant er hiazt.

Wiaso is mei Bua net wia er?

Datrunga – Vasunga
De oan san beim Tringa datrunga
De aundan san beim Singa vasunga
Hättn de oan stadn tringa gsunga
warns stadn dadringa vasunga
Hättn de aundan stadn singa trunga
warns stadn vasinga dadrunga.

Die "neue Mundart"

Die „neue Mundart“ zeichnet sich dadurch aus, dass sie ungereimt ist, aktuelle Themen aufgreift, kurz gehalten und rhythmisch ist. Besonders bewertet wird auch die Klangfarbe der Sprache.

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