RADSPORT LEHNER
Bei E-Bikes gibt es nichts, was es nicht gibt

Besonders beliebt sind E-Bikes, mit denen man Offroad unterwegs sein kann.
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  • Besonders beliebt sind E-Bikes, mit denen man Offroad unterwegs sein kann.
  • Foto: Radsport Lehner
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Bei Radsport Lehner in Pregarten sind weit mehr als die Hälfte aller verkauften Fahrräder mittlerweile E-Bikes. Die BezirksRundschau Freistadt hat bei Oberösterreichs größten Radsport-Geschäft nachgefragt, worauf beim E-Bike-Kauf zu achten ist und welche Modelle besonders beliebt sind.

PREGARTEN. Das Angebot an E-Bike-Modellen und Typen ist enorm: "Es gibt eigentlich nichts, was es nicht gibt", weiß Walter Lehner, vom gleichnamigen Radsport-Fachgeschäft in Pregarten. "Die meisten E-Biker nutzen das Gefährt für die Freizeit. Dabei wäre es auch ein sinnvolles Alltagsfahrzeug und gerade im städtischen Bereich zum Pendeln und für Kurzstrecken optimal geeignet", ergänzt Bruder Christian Lehner. 

Vom Rennrad bis zum Klapprad

Heute gibt es Rennräder, Trekking-Räder und Downhill-Bikes mit Elektromotor, E-Bikes zum Zusammenklappen und welche für Kinder. "Der Trend geht spürbar dahin, dass die Leute mit dem E-Bike raus ins Gelände wollen", erzählt Walter Lehner. Aufgrund der Vielzahl an verfügbaren Modellen, Serien und Größen ist es empfehlenswert, sich ausführlich beraten zu lassen und sich vorab zu fragen, wo man mit dem Bike vorwiegend unterwegs sein will. Auch die Ausstattung und Ausrüstung für E-Bikes ist beeindruckend. Damit alles "richtig sitzt", kann man im professionellen Radsport-Fachhandel beispielsweise die Sitzknochen-Breite abmessen und so den passenden Fahrradsattel auswählen.

Auf die Höhenmeter kommt es an

Mit einem E-Bike fahren darf jeder, sowohl auf der Straße als auch auf Radwegen. Mit dem Gefährt ist eine maximale Geschwindigkeit von 25 km/h möglich. Von alleine fährt jedoch auch der "Elektro-Drahtesel" nicht. Genau wie bei einem normalen Fahrrad gibt es verschiedene Gänge. Zusätzlich kann man zwischen drei oder vier Unterstützungsstufen wählen. Wie weit man mit einer Akku-Ladung kommt, hängt einerseits davon ab, wie aktiv man selbst radelt und andererseits davon, wie hügelig die Landschaft ist. Anders gesagt, entscheidend ist, wie viele Höhenmeter man zurücklegt. "Als Hobbyradler kommt man mit dem E-Bike problemlos den Großglockner hinauf", betont Christian Lehner. Eine Herausforderung, der sich viele E-Biker gerne stellen. Ist der Akku völlig leer, dauert es im Schnitt vier bis fünf Stunden bis er wieder vollständig geladen ist.

Wer Hirn hat, der schütze es

Helmpflicht gibt es auch für E-Bikes keine. Die Radprofis empfehlen jedoch wärmstens, einen solchen zu tragen. "Man ist mit einem E-Bike mit einer anderen Durchschnittsgeschwindigkeit unterwegs. Die Leute fahren mit einem E-Bike auch deutlich mehr als mit einem normalen Fahrrad. Deshalb gibt es auch mehr E-Bike-Unfälle", betonen die Pregartner. Im Durchschnitt fährt ein E-Biker im Bezirk Freistadt beachtliche 3.000 und 5.000 Kilometer pro Jahr. Auf das erhöhte Unfallrisiko mit E-Bikes weist auch Christian Pirngruber, Stützpunktleiter des ÖAMTC Freistadt, hin: "E-Bikes sind als solche im Straßenverkehr nur schwer erkennbar. Fußgänger und Autofahrer tun sich schwer, die höhere Geschwindigkeit und den Bremsweg zu erkennen.“ Der ÖAMTC Freistadt bittet deshalb auch E-Bike-Kurse an. 

E-Bikes vorab Probefahren

Qualitativ vernünftige E-Bikes gibt es ab einem Preis von etwa 2.500 Euro. "Selbstverständlich gibt es auch günstigere Elektro-Fahrräder, jedoch muss man bei derartigen Modellen deutliche Abstriche bei der Ausstattung und Verarbeitung in Kauf nehmen", betonen die Gebrüder Lehner. Ähnlich wie beim Autokauf sollte man sich bei der Anschaffung eines E-Bikes Zeit lassen und die Neuanschaffung vorab ausgiebig testen. "Wir haben eine Testflotte von etwa 20 Elektro-Fahrrädern und empfehlen unbedingt, das Bike vorab draußen zu erleben", so Christian Lehner. Ebenso wie bei einem Pkw ist es auch wichtig, eine gute E-Bike-Werkstätte zu haben, denn auch ein E-Bike benötigt regelmäßiges Service und ab und an eine Reparatur. "Wir raten, das E-Bike vor dem Einwintern zu servicieren. Dann kann man bei den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr bedenkenlos losfahren", so der abschließende Tipp der Radsport-Fachhändler.

Besonders beliebt sind E-Bikes, mit denen man Offroad unterwegs sein kann.
Von links: Walter und Christian Lehner.

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