Schiris werden heuer erstmals gesponsert

Von links: Marlene Eisterhuber (Firma Hennerbichler), Florian Eisterhuber (Nachwuchsschiedsrichter), Dietmar Sitz (Schiedsrichter-Gruppenobmann Mühlviertel) und Klaus Hennerbichler (Firma Hennerbichler).
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  • Von links: Marlene Eisterhuber (Firma Hennerbichler), Florian Eisterhuber (Nachwuchsschiedsrichter), Dietmar Sitz (Schiedsrichter-Gruppenobmann Mühlviertel) und Klaus Hennerbichler (Firma Hennerbichler).
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BEZIRK FREISTADT. In der Saison 2018/19 werden die 27 aktiven Schiedsrichter der Gruppe Mühlviertel erstmals als Werbeträger unterwegs sein. Auf ihren Ärmeln prangt das Logo der Firma Hennerbichler aus Freistadt (Gartenplanung und Gartengestaltung). "Wir sind irrsinnig froh über dieses Sponsoring, weil wir ja praktisch finanzielle Selbstversorger sind", sagt der Gruppenobmann der Mühlviertler Schiedsrichter, Dietmar Sitz (50) aus Leopoldschlag.

Als Schiedsrichter wird man nicht reich: Wer in der 1. und 2. Klasse pfeift, erhält pro Match 49 Euro. Auch weiter oben lässt es die Höhe der Aufwandsentschädigung nicht zu, damit ein ausschweifendes Leben zu führen: Bezirksliga 53 Euro, Landesliga 63 Euro und OÖ-Liga 73 Euro. "Schiedsrichter sind in erster Linie Idealisten und ich kenne in meiner Gruppe keinen, der es des Geldes wegen macht", sagt Sitz. Das Sponsoring der Firma Hennerbichler bezieht sich auf Naturalien. "Und damit können wir beispielsweise Einsteigern bei der Erstausstattung mit der notwendigen Ausrüstung unter die Arme greifen." 

Einer dieser Einsteiger ist der erst 14-jährige Florian Eisterhuber aus Neumarkt. Sein Papa Karl (47) pfeift schon seit 2001 Unterhaus-Matches von der 2. Klasse bis zur Bezirksliga. Bei seinem ersten Einsatz im Rahmen eines Nachwuchsspieles war Florian, der eine Lehre als Schlosser anstrebt, noch etwas zurückhaltend: "Ich habe eigentlich nur angepfiffen, dann zur Pause gepfiffen, dann wieder angepfiffen und schließlich abgepfiffen." Seinem Vater entlockt das einen Schmunzler: "Das wird sich im Laufe der Zeit bestimmt noch ändern." Für Karl Eisterhuber sind Objektivität und ein gutes Gespür die wichtigsten Kriterien für einen Schiedsrichter. "Und man muss kommunikativ sein und darf sich auf keinen Fall in den Vordergrund drängen."

Die Mühlviertler Schiedsrichter trainieren gemeinsam jede Woche in Pregarten und nehmen einmal im Monat an einem Schulungsabend teil. Aushängeschild ist Roman Smolinski aus Ried in der Riedmark (Bezirk Perg), der in der Regionalliga Mitte, also der dritthöchsten Leistungsstufe in Österreich, als Schiedsrichter im Einsatz ist. Wer Interesse hat, als Schiri einzusteigen, dem sei folgender Termin ans Herz gelegt: Am 1./2. September findet in Linz-Urfahr wieder ein Anfängerkurs statt. Nähere Informationen gibt es auf der Website ooe-schiri.at

OÖ Schiedsrichter

Von links: Marlene Eisterhuber (Firma Hennerbichler), Florian Eisterhuber (Nachwuchsschiedsrichter), Dietmar Sitz (Schiedsrichter-Gruppenobmann Mühlviertel) und Klaus Hennerbichler (Firma Hennerbichler).
Nachwuchsschiedsrichter Florian Eisterhuber aus Neumarkt mit seinem Papa Karl.

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