Neue Studie
Birdlife sieht keinen Grund für Windkraft-Verbot in Sandl

Die Windkraft-Debatte in OÖ geht weiter. Im Zentrum steht der geplante Windpark in Sandl. | Foto: PantherMedia/broker
  • Die Windkraft-Debatte in OÖ geht weiter. Im Zentrum steht der geplante Windpark in Sandl.
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Die Windkraft-Debatte in OÖ geht weiter – und wird dabei nicht weniger kompliziert. Während die schwarz-blaue Landesregierung überzeugt an ihren Plänen festhält, ein Drittel des Bundeslandes in eine Windkraft-Ausschlusszone zu verwandeln, sprechen sich die Grünen unter Landesrat Stefan Kaineder explizit dagegen aus. Dabei sind sie bei Weitem nicht alleine. Kürzlich erschien eine neue Sensibilitätskarte von Birdlife Österreich: eine Studie, die bei der naturverträglichen Planung von Windkraftprojekten herangezogen werden soll. Somit liefert sie ein klares Gegenargument zur ÖVP-FPÖ-Zoneneinteilung.

SANDL. Die Studie zeigt: Das nordöstliche Mühlviertel ist hervorragend für Windkraft geeignet. Das Konfliktpotenzial mit dem Vogelschutz ist gering, die Fläche weist beste Standortvoraussetzungen auf. Laut Kaineder sprechen die Birdlife Daten „eine klare Sprache“. „Keines der 22 geplanten Windräder in Sandl liegt in einer kritischen Zone“, so Kaineder. „Alle befinden sich in der geringsten Sensibilitätsstufe laut der aktuellen Studie.“ Wer das Projekt verhindern will, dem ginge es nicht um die Natur, sondern um Ideologie.

„Es ist ein politisch motivierter Akt gegen die Energiewende“, sagt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder. „Statt sauberen, regionalen Strom zu fördern, wird hier ein Zukunftsprojekt mutwillig verhindert – 260 Millionen Euro an Investitionen für erneuerbare und günstige Energie stehen auf dem Spiel.“

Strom für 125.000 Haushalte

Vorgesehen ist der Park an einem windstarken Standort mit ausreichend Abstand zu nächstgelegenen Wohngebieten. Der geplante Windpark umfasst 22 Windräder mit einer jährlichen Stromproduktion von bis zu 500.000 Megawattstunden. Das wäre genug, um rund 125.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Auch Renaturierungsmaßnahmen – darunter die Umwandlung von Fichtenmonokulturen zu Mischwäldern – sind Teil des Projektplans.

„Faktische Grundlage fehlt“

„Der Windkraftverbotszone im Mühlviertel fehlt die faktische Grundlage“, betont Kaineder. „Ich fordere die sofortige Rücknahme des Verordnungsentwurfes.“ In der Umweltverträglichkeitsprüfung werden alle Auswirkungen auf Umwelt und Natur geprüft. Bei Bedarf werden Ausgleichsmaßnahmen vorgeschrieben.

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