Hagenberg
Projekt „Quantum Ready“ profitiert von großer EU-Förderung
- Patrick Lobis (l.), Eva-Maria Holzleitner (2.v.l.), Claudia Plakolm (4.v.l.) und Markus Achleitner (7.v.l.) im Software Competence Center Hagenberg.
- Foto: MeinBezirk/Justin Pröll
- hochgeladen von Justin Pröll
Der Plan »Next Generation EU« der Europäischen Union unterstützt das Förderprogramm »Quantum Austria« mit 107 Millionen Euro. Davon profitiert auch das Hagenberger Projekt »Quantum Ready«. Dieses soll Klein- und Mittelbetrieben eine Antwort auf folgende Frage liefern: Sind Quantencomputer von Nutzen für meine Firma?
HAGENBERG. Am 24. November besuchten Landesrat Markus Achleitner sowie die beiden Ministerinnen Claudia Plakolm und Eva-Maria Holzleitner das Software-Competence-Center Hagenberg (SCCH) und besichtigten das Projekt. Auch Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, war anwesend.
- Patrick Lobis, die Ministerinnen Eva-Maria Holzleitner und Claudia Plakolm sowie Landesrat Markus Achleitner lauschen dem Podcast „Talk with Ann“, den eine KI moderiert.
- Foto: Land OÖ/Daniel Kauder
- hochgeladen von Justin Pröll
KI erleichtert Behördengänge
Teil von »Quantum Ready« ist etwa die Sprachassistenz »Kea« – entwickelt vom SCCH und der Keba Group. Die auf einem Bürgerservice-Terminal installierte Software soll Menschen bei Behördengängen unterstützen. »Kea« basiert auf künstlicher Intelligenz (KI) und spricht mehr als 100 Sprachen.
- Von links: Patrick Lobis, die Ministerinnen Eva-Maria Holzleitner und Claudia Plakolm sowie Landesrat Markus Achleitner.
- Foto: Land OÖ/Daniel Kauder
- hochgeladen von Justin Pröll
Verein schafft Arbeitsplätze
Um die Inklusion von Menschen mit Behinderung am KI-Markt zu fördern, rief das SCCH den Verein »Responsible Annotation« ins Leben. Die Mitarbeitenden des Vereins kennzeichnen unter anderem Objekte auf Fotos mit rechteckigen Rahmen. So kann eine KI etwa erlernen, wie ein Autokennzeichen aussieht – und in weiterer Folge, wie man es liest. »Responsible Annotation« erstellt also Lernressourcen, die dazu dienen, KI-Systeme zu trainieren.
»Was unsere Mitarbeitenden machen, kommt zum Beispiel bei der Erkennung von Fahrzeugklassifikation und Autokennzeichen für Mautsysteme zum Einsatz«, erklärt Martin Hartl, Vereinsvorsitzender von »Responsible Annotation«.
Das Projekt »Quantum Ready« läuft noch bis Ende des Jahres. Der Start erfolgte am 1. Jänner 2023. Nächstes Jahr beginnt das SCCH mit der Umsetzung des Nachfolgeprojekts »Comet Modul – Quantum Algorithm Engineering«.
Vier Milliarden Euro für Österreich
Bis zum Ende des kommenden Jahres stehen Österreich rund vier Milliarden Euro aus dem 2020 ins Leben gerufenen EU-Aufbauplan »Next Generation EU« zur Verfügung. Die Gelder erhält Österreich allerdings erst, wenn bestimmte Zielwerte in der Projektumsetzung erreicht sind. Was die Auszahlungen betrifft, liegt Österreich zum aktuellen Zeitpunkt im EU-Vergleich nach Frankreich auf dem zweiten Platz.
Hinweis: Hier geht’s zum themenbezogenen Kommentar »Wie wird sich KI auf den Arbeitsmarkt auswirken?«.
Holzleitner: »Forschung soll nicht im Labor bleiben«
»Mit den Mitteln aus dem EU-Aufbauplan können wir unseren Forschungsstandort stärken, Talente ausbilden und den Transfer von neuem Wissen in die Praxis beschleunigen«, freut sich Wissenschafts- und Forschungsministerin Eva-Maria Holzleitner. »Am Ende geht es darum, dass Forschung nicht im Labor bleibt, sondern unseren Standort stärkt.«
Plakolm: »Österreich kann mitgestalten«
»Projekte wie ›Quantum Ready‹ beweisen, dass Österreich bei Schlüsseltechnologien nicht Zuschauer sein muss, sondern mitgestalten kann«, sagt Europaministerin Claudia Plakolm. »Wer bei Quantencomputing vorne ist, entscheidet mit, wie die digitale Welt von morgen aussieht – und Österreich hat dafür die besten Voraussetzungen.«
Achleitner: »Agiler als andere Regionen«
»Gerade im technologischen Spitzenfeld zeigt sich, wie entscheidend ein starkes Europa für unseren Standort ist«, erklärt Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat, Markus Achleitner. »Der Erfolg ›Made in Upper Austria‹ basiert darauf, Chancen, die sich eröffnen, rasch und entschlossen zu nutzen und das agiler als andere Regionen. Auch künftig werden wir die Möglichkeiten, die sich aus der EU-Mitgliedschaft ergeben, mit Leistungs- und Innovationskraft ausschöpfen.«
.
.
.
Mehr Infos gibt’s hier:
⮕ Quantum Ready (SCCH-Seite)
⮕ Quantum Austria (bundeskanzleramt.gv.at)
⮕ Näheres zum EU-Aufbauplan
Aktuelle Nachrichten aus Freistadt auf
Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.