25.04.2016, 12:06 Uhr

Zeckengefahr: Gegen Borreliose gibt es keine Impfung

Verena Hasenberger (Foto: gespag)

Rechtzeitig mit Antibiotika behandeln, um das Nervensystem nicht zu schädigen

BEZRIK FREISTADT. Mit dem Frühling kommen auch die Zecken. Das Bewusstsein ist bei den Menschen zweifellos gestiegen, dass diese zu den Spinnen zählenden Tieren nicht nur lästig, sondern auch mitunter Krankheitsüberträger sein können. Die Rate der Zeckenschutzgeimpften ist hoch. „Auf ein ‚ich bin eh geimpft‘ sollten Sie sich jedoch nicht verlassen, denn gegen Borreliose schützt die Impfung nicht“, sagt die Ärztin Verena Hasenberger von der Inneren Medizin vom LKH Freistadt. „Die Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die rechtzeitig mit Antibiotika behandelt werden soll, damit in weiteren Stadien nicht Nervensystem, Herz oder Gelenke betroffen werden.“ Erste Anzeichen: Rote Ringe, die nicht nur um die Einstichstelle auftreten können. Keinesfalls jedoch muss man in Panik verfallen, wenn man einen roten Ring findet.
Gegen die Übertragung der gefährlicheren FSME-Erkrankung (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist man nur durch eine Impfung geschützt. Diese macht sich durch grippeähnliche Symptome und einer Nackensteifheit bemerkbar.

Zecken leben hauptsächlich im Gras und auf Sträuchern und werden von Menschen oder Tieren abgestreift. Einen „Zeckenangriff“ gibt es nicht, denn Zecken jagen nicht. Sobald die Zecke gestochen hat, kann sie eine Infektion übertragen. Hasenberger: „Die Zecke sofort entfernen und beim Auftreten von Symptomen zum Arzt gehen.“ Schwierig ist die Diagnose, wenn kein Zeckenstich in Erinnerung ist oder lange zurückliegt und zum Beispiel Gelenksschmerzen auftreten, denn das kann Monate später sein.
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