17.10.2017, 11:29 Uhr

Altes hernehmen, Neues herstellen

Tolle Projekte an unseren Schulen: In Freistadt entsteht Neues aus Altem (kl. Foto, oben), Berufsschüler arbeiten im Ausland (kl. Foto, unten), und die Pausen werden für Sport genutzt (gr. Foto).

Die BezirksRundschau sucht das beste Schulprojekt. Aber Achtung: Die Bewerbungsfrist endet bald.

BEZIRK. Sie verwandeln Altglas in Windlichter, bauen Sportgeräte aus Recyclingmaterialien und besuchen Baustellen im Ausland: Die Schüler des Bezirks Freistadt lernen längst nicht mehr nur für die Schule.
Mit der Aktion „Lernen fürs Leben“ holt die BezirksRundschau praxisnahe Schulprojekte vor den Vorhang. Noch bis 22. Oktober können Ideen eingereicht werden. Näheres dazu gibt es im Infokasten rechts.
Die Viertklässler der HTL Freistadt für Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwer-
punkt Logistik haben sich im vergangenen Schuljahr intensiv mit dem Thema „Upcycling“ beschäftigt. Mit der Umwelt im Hinterkopf gründeten die Schüler das Junior-Company-Unternehmen „UPCO“ – die Upcycling Company. „Wir haben uns entschieden alte Flaschen zu sammeln, um daraus neue Produkte herzustellen“, sagt Mario Mülleder, der Geschäftsführer des Unternehmens. Das Hauptprodukt der Junior Company sind Windlichter. Einen ähnlichen Ansatz hatten die Schüler der Neuen Mittelschule und der Polytechnischen Schule Unterweißenbach. Sie stellten Sportgeräte aus Recyclingmaterialien her. Es entstanden Langhanteln, Reifen zum Ziehen und verschiedene Spiele für den sportlichen Ausgleich in den Pausen. Ein weiteres großes Thema war neben der Bewegung aber auch die gesunde Ernährung. Der Begriff „Superfood“ ist in aller Munde. Die beiden Unterweißenbacher Schulen trotzten dem Hype um Chia-Samen, Goji-Beeren, Quinoa und Co. und machten sich auf die Suche nach heimischen Vitaminbomben. Genannt haben die Schüler ihr Gesundheitsprogramm: Kraftfutter für junge Mühlviertler.
22 Maurerlehrlinge der Berufsschule Freistadt zog es raus aus dem Klassenzimmer. Zwei Wochen lang halfen sie in Spanien auf Baustellen mit. „Das Arbeiten im Ausland bietet Schülern die Möglichkeit, sich weiterzubilden und zu sehen, wie in anderen Ländern gearbeitet wird“, sagt BS-Lehrer Harald Röck.

Kommentar

Die Praxis der Theorie vorziehen
„Wenn alles schläft und einer spricht, so nennt man dies den Unterricht“ – nicht ganz. Die Zeiten, in denen die Schüler im Unterricht still sitzen müssen und starr an die Tafel schauen, sind längst vorbei. In den Schulen im Bezirk Freistadt gibt es unzählige Projekte, die die Praxis der Theorie vorziehen. Schüler gestalten den Schulalltag aktiv mit und beschäftigen sich mit wichtigen Themen wie Umwelt und Gesundheit. Damit diese Projekte nicht unter den Teppich gekehrt werden, hat die BezirksRundschau die Aktion „Lernen fürs Leben“ gestartet. Außergewöhnliche Projekte von Schulen aus dem Bezirk werden dabei vor den Vorhang geholt. Lehrer, Direktoren und natürlich Schüler selbst sind angehalten, ihre Ideen einzureichen. Für die Sieger-Projekte gibt es neben Trophäe und Urkunde auch Sachpreise im Wert von 20.000 Euro zu gewinnen.

Letzte Chance

Sämtliche Schulprojekte aus allen Schulstufen, die im Unterricht entstanden sind, können eingereicht werden.

Und so wird es gemacht:
> Projekt per Anmeldeformular einreichen auf www.meinbezirk.at/lernen
> oder per E-Mail an lernen@bezirksrundschau.com
> oder per Post an die BezirksRundschau, Kennwort „Lernen fürs Leben“, Hafenstraße 1-3, 4020 Linz

Wer kann einreichen?
> Projektteam, Schüler
> Projektbetreuer, Pädagogen
> Projektpartner, Projektauftraggeber, Unternehmen
> Direktoren
> Eltern und Elternvereine
> Schülervertretungen

Die Projekte können bis 22. Oktober eingereicht werden. Die Abschlussgala findet am 28. November im Raiffeisen-Forum in Linz statt.
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