Kanaltal und Verbindung zu Kärnten
Friaul-Julisch Venetien investiert
- hochgeladen von Carmen Rienzner
Das Kanaltal profitiert derzeit in vielfacher Hinsicht von gezielten Programmen und Investitionen der Region Friaul-Julisch Venetien. Vizepräsident des Regionalrats, Stefano Mazzolini, betont im Gespräch die strategische Bedeutung der Region – sowohl in kultureller als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Dabei spielt auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Kärnten eine zentrale Rolle.
TARVIS. „Zunächst einmal hat die Region ein wichtiges Regionalgesetz für Sprachminderheiten erlassen. Heute ist die deutsche Sprachminderheit mit Nachdruck und legitim in die regionalen Autonomien eingebunden, sie ist also eine bedeutende und vom Friaul-Julisch Venetien anerkannte Sprache“, so Mazzolini. Damit setze man ein deutliches Zeichen für kulturelle Vielfalt und die Pflege gemeinsamer Identitäten im Grenzraum.
Infrastrukturprojekte
Neben kulturellen Initiativen setzt die Region auch auf handfeste Infrastrukturprojekte. „Wir haben fast 2 Millionen Euro bereitgestellt, um den Abschnitt des Radwegs von Coccau bis in die Stadt Tarvis zu vollenden“, erklärt Mazzolini. Der Alpe-Adria-Radweg verläuft künftig entlang der alten Eisenbahnlinie, führt durch einen Tunnel und endet in der Stadt Tarvis: ein bedeutender Schritt zur Förderung des sanften Tourismus.
Naturjuwele der Region
Auch die Naturjuwele der Region werden weiter aufgewertet. Die Fusiner Seen und die Cave-Seen stehen im Fokus, ebenso wie musikalische Großveranstaltungen. „Auch in diesem Jahr wird das No Borders Festival im Tarviser Gebiet und im Kanaltal stattfinden“, kündigt Mazzolini an. Für den Winter wird ebenfalls investiert, etwa in die Pisteninfrastruktur. „Die Beleuchtung der Lussari-Piste wird zur Hälfte durch eine leistungsfähigere Anlage ersetzt, um mehr Licht zu bieten, vor allem, um den beleuchteten Gipfel des Monte Lussari zu erreichen.“ Zudem sei ein Wintertag speziell dem Skibergsteigen gewidme.
Golfplatz und Bergbau
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Ausbau der Beherbergungskapazitäten in der Region. „In den letzten zwei Jahren ist die Zahl der Betten im Tarviser Raum um etwa 300 gestiegen, und daran arbeiten wir weiter“, so Mazzolini. Bald soll in Camporosso eine neue Unterkunft mit 120 weiteren Betten entstehen. Auch rund um den Golfplatz und die Arena-Paruzzi-Loipe wird kräftig investiert – mit Unterstützung europäischer Fördermittel und in enger Zusammenarbeit mit der Region. Ziel all dieser Maßnahmen ist es, das Kanaltal nicht nur als naturnahes Freizeitparadies, sondern auch als zukunftsfähigen Lebens- und Wirtschaftsraum zu stärken, in enger Verbindung mit den Nachbarn in Kärnten.
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