Dauerthema Plöckenpass
Offener Brief heizt Plöckendebatte an
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Mehrere Initiativen aus Kärnten, Osttirol und Friaul wenden sich in einem offenen Brief an Landesrat Martin Gruber. Sie fordern Transparenz im Entscheidungsprozess rund um den Plöckenpass.
KÖTSCHACH-MAUTHEN. Die Debatte um die Zukunft des Plöckenpasses hat mit einem offenen Brief an Landeshauptmann-Stellvertreter und Landesrat Martin Gruber neuen Auftrieb erhalten. Mehrere Initiativen, darunter der Österreichische Alpenverein Sektion Obergailtal-Lesachtal, die Bürgerinitiative Pro Gailtal, die Bürgerinitiative Lebensraum Oberes Drautal und das Bündnis Alpenkonvention Kärnten, setzen sich gemeinsam mit Partnern aus Friaul und Osttirol gegen den geplanten Plöckentunnel ein. Die Arbeitsgemeinschaft PRO CARNICUM, in der sich die Gruppen zusammengeschlossen haben, verweist auf Warnungen von Experten aus Geologie, Hydrogeologie, Verkehr und Umweltschutz. Ein Tunnelbau würde nicht nur massive Eingriffe in das sensible Karstgebiet auf der italienischen Seite nach sich ziehen, sondern auch das Trinkwasser- und Stromreservoir des gesamten Buttal gefährden.
Sorge um Transitverkehr
Die Initiativen kritisieren, dass ein Scheiteltunnel entgegen anderslautender Versprechungen vor allem zu einer Zunahme des Transitverkehrs führen würde. Dies hätte negative Folgen für die Lebensqualität und den Tourismus in den Tälern beiderseits der Grenze.
Fragen an den Landesrat
In ihrem Schreiben stellen die Verfasser fünf zentrale Fragen an den zuständigen Landesrat. Unter anderem wollen sie wissen, wann die Ergebnisse der bilateralen Expertenkommission veröffentlicht werden, ob eine öffentliche Konsultation vorgesehen ist und wie Transparenz im Entscheidungsprozess gewährleistet werden soll.
- Offener Brief an LHStv. Martin Gruber Teil 1
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- Offener Brief an LHStv. Martin Gruber Teil 2
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- Offener Brief an LHStv. Martin Gruber Teil 3
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Appell für Transparenz
Besonders kritisch sehen die Unterzeichner die ihrer Ansicht nach voreiligen Aussagen der Tunnelbefürworter, die den Scheiteltunnel als alternativlos darstellen. Das untergrabe das Vertrauen in demokratische Verfahren, so die Initiativen.
Forderung nach Alternativen
Anstelle eines kostspieligen Tunnelprojekts fordern die Verfasser Investitionen in die bestehende Infrastruktur sowie eine sichere Straßenverbindung, die den regionalen Bedürfnissen gerecht wird. Internationale Transitkorridore lehnen sie ab.
Breite Unterstützung
Unterzeichnet wurde das Schreiben nicht nur von den Kärntner Initiativen, sondern auch von Organisationen aus Friaul, Osttirol und Südtirol. Damit zeigt sich, dass das Thema weit über die Region hinaus für Aufmerksamkeit sorgt.
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