Gmünd
Märchenwelten und purer Naturgenuss
- Burg Heidenreichstein.
- Foto: Waldviertel Tourismus, Studio Kerschbaum
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Fremdenführerin Judith Koller nimmt uns mit auf eine Reise durch Gmünd und liefert uns ihre persönlichen Empfehlungen und Geheimtipps für den nördlichsten Bezirk Österreichs.
GMÜND. Einen Abstecher in den Bezirk Gmünd ohne einen Besuch in der Blockheide ist wie Pommes ohne Ketchup. Die bizarren Granitformationen, zahlreiche Spiel- und Klettermöglichkeiten für Kinder und klare Waldluft laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Neben dem klassischen Weg in die Blockheide kann man auch den etwas versteckten Zugang über den Malerwinkel nehmen. Diese gebirgsbachartige Flusslandschaft ist seit 1930 ein Naturdenkmal und führt ebenfalls in die märchenhafte Blockheide-Welt.
- Ein Besuch im wunderschönen Naturpark Blockheide ist Pflicht.
- Foto: Waldviertel Tourismus, Melanie Többe
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Ein Besuch im Schremser Hochmoor führt in eine stille Welt aus Wasser, Torf und weite Horizonte. Holzstege tragen durch eine Landschaft, die sich seit Jahrtausenden nur langsam verändert. Im angrenzenden UnterWasserReich lassen sich mit etwas Glück auch Fischotter beobachten. Apropos Wasser: Wer in die Welt des Mittelalters eintauchen möchte, liegt mit einer Führung durch die Wasserburg in Heidenreichstein genau richtig.
- Im UnterWasserReich in Schrems lassen sich mit etwas Glück Fischotter beobachten.
- Foto: Waldviertel Tourismus, weinfranz
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Zwischen Festival und Altstadt
Die Stadt Weitra wirkt auf den ersten Blick geschlossen und ruhig. Der historische Rathausplatz, die Stadtmauer und das Renaissanceschloss erzählen aber von Jahrhunderten städtischen Lebens. Besonders in der Adventzeit zeigt sich die Stadt von ihrer stimmungsvollsten Seite: Der Weitraer Adventmarkt gilt als einer der schönsten im ganzen Waldviertel.
Der Bezirk ist auch Bühne eines vielfältigen Kulturlebens. Das Schrammelfestival in Litschau, das Literaturfestival in Heidenreichstein, das Waldviertler Theater Pürbach sowie die Sommerakademie in Motten setzen das ganze Jahr über kulturelle Akzente.
Lost Places und Textilgeschichte
So einige einst prächtige Gmünder Fabriken fallen dem Zahn der Zeit zum Opfer. So wie die Textilfirma Backhausen. Das 1849 gegründete Unternehmen Joh. Backhausen & Söhne produzierte in Hoheneich Möbel- und Dekorstoffe und arbeitete mit Gestaltern wie Josef Hoffmann, Koloman Moser oder Dagobert Peche zusammen. Heute stehen das Backhausen-Areal, das verlassene Gelände der ehemaligen Bobbin-Möbelfabrik in Gmünd sowie die Anderlfabrik bei Schrems exemplarisch für den industriellen Wandel der Region.
Ein weiterer Geheimtipp ist das Franz-Kafka-Denkmal. Es erinnert an die besondere Beziehung des Schriftstellers zur Grenzstadt Gmünd und zu Milena Jesenská – eine Begegnung, die als eine der großen Liebesgeschichten der Literaturgeschichte gilt.
- Das alte Bürogebäude der Anderlfabrik.
- Foto: Julia Winkler
- hochgeladen von Julia Winkler
Badespaß für Kinder
Egal, ob Mitterteich, Eliasteich, das Moorbad Schrems oder das Sole Felsen Bad: Es gibt viele Gelegenheiten für Wasserspaß im Bezirk. Im Sommer ist das Gmünder Strandbad ein Paradies ohne Palmen: Der sieben Hektar große Naturbadeteich bietet Sandstrand, Kiosk, Duschen, WC, Umkleidekabinen, Hundebereich und Ballspielplatz.
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