Gmünd
Umbau für "Haus der Zeitgeschichte" startet

Die Stadt- und Gemeinderäte Beatrix Vischer-Simon, Georg Janda, Birgit Apfelthaler, Thomas Miksch, Sonja Köck, Karl Ferus, Michael Bierbach vor dem künftigen "Haus der Zeitgeschichte" beim Haupttor in der Neustadt.
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  • Die Stadt- und Gemeinderäte Beatrix Vischer-Simon, Georg Janda, Birgit Apfelthaler, Thomas Miksch, Sonja Köck, Karl Ferus, Michael Bierbach vor dem künftigen "Haus der Zeitgeschichte" beim Haupttor in der Neustadt.
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Lagermuseum gedenkt der einzigartigen Vergangenheit der Neustadt

GMÜND. Im Gespräch ist es seit Jahren, nun wird es ernst: Die Stadt Gmünd kommt ihrem Lagermuseum in der ehemaligen Auskunftsstelle des Gmünder Flüchtlingslagers, das den Namen "Haus der Zeitgeschichte" tragen wird, in großen Schritten näher. Im leerstehenden ehemaligen Lebensmittelgeschäft in der Weitraer Straße 107, direkt beim Haupttor in Gmünd-Neustadt, starten nun die baulichen Adaptierungen. "Im Frühjahr wird schon innen eingerichtet, und Mitte des Jahres 2019 soll es fertig sein", so Stadtrat Thomas Miksch.

Moderne Ausstellung

Konzipiert wurde das Grundgerüst der Ausstellung über die Entwicklung der Neustadt im Zuge des Baues eines Flüchtlingslagers von Harald Winkler, Manfred Dacho und Franz Drach bereits für das 100-Jahr-Jubiläum im Jahr 2014. Im "Haus der Zeitgeschichte" wird die Entstehungsgeschichte modern und multimedial dargestellt. "Gmünd hat eine extrem bedeutsame Geschichte, vor allem der Teil hier", sagt Kulturstadträtin Beatrix Vischer-Simon am künftigen Museumsstandort. "Endlich bekommen die Kriegsopfer einen würdigen Platz, wo man sich informieren kann", fügt sie hinzu.

Gedenken an 30.000 Verstorbene

Auf rund 100 m² sollen dabei in diesem historischen Gebäude Einblicke in die bewegenden Ereignisse des 20. Jahrhunderts in Gmünd geboten werden. Ein Hauptaugenmerk wird dabei auf die Geschichte des Gmünder Flüchtlingslagers, eines der größten Lager in der damaligen Österreich-Ungarischen Monarchie, sowie die Entwicklung der Grenze und der Region am „Eisernen Vorhang“ liegen. Neben vielen Ausstellungsstücken wird dabei ein Blick auf das Leben der Menschen im 20. Jahrhundert geworfen, Umbrüche, aber auch Aufbrüche nachgezeichnet, und auch dem Gedenken an über 30.000 verstorbene Flüchtlinge Raum geboten.

Internationales Interesse

Multimedia-Stationen zeigen neben historischen Filmdokumenten auch Ausschnitte aus der 2016 ausgestrahlten Universum-History-Dokumentation über die Stadt Gmünd. Bei der Gestaltung der Ausstellungsfläche wird auch auf interaktive Elemente Rücksicht genommen, für den Besucher soll sich Geschichte als eine Materie „zum Anfassen“ präsentieren.
Dass die Zeitgeschichte Gmünds große nationale Bedeutung hat, beweisen aktuell zum Beispiel auch TV-Dokumentationen und Publikationen rund um das Republiksjubiläum bzw. das Gedenken zum Ende des Ersten Weltkrieges, in welchen auch die Rolle Gmünds thematisiert wurde. Aber auch international ist das Interesse groß: Eine Sonderausstellung zum Ende des Ersten Weltkrieges in Istrien behandelte ausführlich die Geschichte des Gmünder Flüchtlingslagers.

200.000 Euro werden investiert

Rund 200.000 Euro werden mit Unterstützung von LEADER-Fördermitteln in den kommenden Monaten in die Umgestaltung der Räumlichkeiten investiert. Der Kostenanteil der Stadtgemeinde beträgt voraussichtlich 20 Prozent, also 40.400 Euro. Die inhaltliche Aufbereitung der Dauerausstellung wird über den Kleinprojektefonds der Europäischen Union mitfinanziert. Bürgermeisterin Helga Rosenmayer: „Es freut mich sehr, dass die einzigartige Geschichte des 20. Jahrhunderts unserer Stadt in diesem besonderen Gebäude ihren Platz finden wird.“

Autor:

Bettina Talkner aus Gmünd

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