HTL Grieskirchen
Die Mischung aus Medizin und Technik macht's
- Das Zusammenspiel von Technik und Medizin steht im Ausbildungszweig Medizin-Informatik an der HTL im Fokus.
- Foto: JS Österreich/HTL Grieskirchen
- hochgeladen von Susanne Straif
An einer Handvoll höherer Schulen in Österreich werden Medizin-Informatiker ausgebildet. So auch an der HTL Grieskirchen. Einblicke in den Unterricht gibt es im Zuge der Langen Nacht der Forschung am 20. Mai.
GRIESKIRCHEN. "Wir bilden den Nachwuchs aus, der dann in den Unternehmen Fuß fassen kann", erzählt Dieter Ehrenstorfer, Professor an der HTL Grieskirchen. Daher soll es nicht verwundern, dass sich die HTL im Zuge der Langen Nacht der Forschung am 20. Mai neben vier Unternehmen aus dem Bezirk einreiht. Die Schnittstelle zur Wirtschaft wird an der berufsbildenden höheren Schule hochgehalten, betont Ehrenstorfer. Schließlich erhalten seine Schülerinnen und Schüler eine technische Berufsausbildung, mithilfe derer sie direkt nach der Matura in den Regionalbetrieben einsteigen können.
Für die Zukunft gerüstet
Neben dem klassischen Ausbildungszweig der Informatik bietet die Grieskirchner HTL eine Ausbildung im Bereich der Medizin-Informatik an – für Burschen und Mädchen, die an der Mischung aus Medizin und Technik interessiert sind. Nahezu einzigartig ist das in Österreich, denn nur an einer Handvoll Standorten wird dieser Zweig angeboten. Zusammen mit einer Ausbildung in Informatik erlangen die Schüler fachliche Qualifikation in verschiedenen Einsatzbereichen der Medizin- und Gesundheitsinformatik. Für den Arbeitsmarkt der Zukunft seien Absolventen damit bestens gerüstet, meinen die Verantwortlichen an der HTL. Die zukünftigen Absolventen arbeiten an den Schnittstellen zwischen Medizin, Biologie und Informationstechnologie. Sie können etwa Software für Ärzte oder Krankenanstalten erstellen oder Computer- und Netzwerksysteme im Gesundheitswesen betreuen.
Schule räumt mit Klischees auf
"Von den Besten lernen" hat sich die HTL groß auf die Fahnen geschrieben. Deshalb unterrichtet auch eine praktizierende Ärztin die Medizin-Inhalte an der Schule, daneben gibt eine Medizintechnikerin ihr Wissen an die Schülerinnen und Schüler weiter. Und das zahlt sich aus, wie diese beweisen. Eine von HTLern verfasste Diplomarbeit ist für den FH OÖ Medizintechnik-Preis nominiert und findet sich in der Endausscheidung unter den Top Fünf. Im Zuge einer anderen Diplomarbeit untersuchten zwei Schülerinnen und ein Schüler, wie Industrieroboter für minimalinvasive Operationen eingesetzt werden können. An beiden Arbeiten waren vorwiegend Mädchen beteiligt. Damit räumt die Schule mit dem Klischee auf, Burschen seien besser für technische Schwerpunkte geeignet.
Spannende Einblicke in den Unterricht gibt es im Zuge der Langen Nacht der Forschung am 20. Mai. An sechs Stationen erfahren Groß und Klein mehr über die Bereiche Medizin-Informatik, Robotik, Spieleprogrammierung oder IT-Security und Hacking.
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