Bauvorhaben
Diskussion um geplanten Handymast in Peuerbach

Wilfried Kraft (Grüne) und Günther Huemer (Guntamatic) stehen dem Bau des Handymast skeptisch gegenüber.
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  • Foto: BRS/Mittermayr
  • hochgeladen von Julia Mittermayr

Der geplante Handymast neben dem Guntamatic-Gelände in Peuerbach sorgt für Diskussionsstoff. 

PEUERBACH (jmi). 36 Meter hoch soll er werden, mitten in Bruck bei Peuerbach – der neue Handymast. Bedenken hat hierbei auch Guntamatic-Geschäftsführer Günther Huemer: Der Handymast soll in unmittelbarer Nähe seines Unternehmens aufgestellt werden. "Wir wollen die Belastung für unsere Mitarbeiter gering halten. Darum haben wir noch immer Kabel- statt Funktelefone. Wireless gibt es bei uns nur bei den Maschinen. Wichtig für uns wäre, Netze sorgfältig zu planen, Netze auf ein gemeinsames zusammenzulegen, um Doppel- und Dreifachbelastung zu verhindern", so Huemer.

Leitfaden als Ansatz

Ähnlich sieht es Grünen-Bezirkssprecher Wilfried Kraft, der in Sachen 5G von Risiken für Gesundheit und Klima spricht. "Im Vergleich zu Kabel- verbraucht Funk-Internet laut Studien das mehr als Zehnfache der Energie. Es gibt zudem wenige Forschungen in Sachen Gesundheit – aber diese gehen von einer starken Belastung aus", so Kraft. Der Grünen-Chef weist zudem darauf hin: Im Flächenwidmungsverfahren haben Anrainer kein Einspruchsrecht, da Funkanlagen von der Gewerbeordnung ausgenommen sind. Kraft plädiert für mehr Transparenz: "Das wäre zum Beispiel mit dem ‚Leitfaden Senderbau‘ möglich, den es seit 2014 gibt. Dieser könne auch einen Dialog zwischen Baubehörden, Anrainern und Betreibern bieten – mit dem Ziel gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen zu berücksichtigen."

"Muss eine Entscheidung geben"

Bürgermeister Wolfgang Oberlehner kennt die Bedenken: "Wir haben versucht, andere Standorte mit dem Betreiber abzuklären. Aber dort passt er technisch – das ist der einzig mögliche Standort, um die Qualität zu erreichen, die man braucht. Es muss auch die Abdeckung passen, damit es zu keiner Doppelbestrahlung kommt. Ich kann Bedenken immer nachvollziehen. Aber es gibt Grenzwerte, und wir liegen weit unter diesen. Vielleicht werden wir noch mal schauen, aber irgendwann wird es eine Entscheidung geben müssen."

Bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 5. März soll der Beschluss für das Genehmigungsverfahren besprochen werden.

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