Den Marktplatz und die Wirtschaft noch mehr beleben

Bürgermeister Wolfgang Degeneve freut sich auf einen neuen Marktplatz und den Zuwachs in seiner Gemeinde.
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  • Bürgermeister Wolfgang Degeneve freut sich auf einen neuen Marktplatz und den Zuwachs in seiner Gemeinde.
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WAIZENKIRCHEN (raa). In der Marktgemeinde tut so gerade so einiges. Wir haben mit Bürgermeister Wolfgang Degeneve über die aktuellen Pläne gesprochen.
Wie weit sind die Planungen für die Belebung des Marktplatzes?
Degeneve: Es ist eine Jury zur Marktplatzgestaltung eingerichtet worden. Die Mitglieder stammen aus der Gemeinde, der Pfarre und der Kaufmannschaft. Aktuell arbeiten die Architekten an Entwürfen, die bis 24. April vorgelegt werden müssen. Wichtig ist uns bei der Neugestaltung eine Barrierefreiheit, so gut es geht, eine Fläche für Veranstaltungen zwischen Gemeinde und Kirche, eine Ruhezone mit Trinkwasserbrunnen, mindestens 70 Parkplätze, eine Neugestaltung er Gehsteige und vieles mehr.
Bis wann könnte das dann umgesetzt werden?
Der Finanzierungsplan wird sich das gesamte Jahr durchziehen und wir dann 2018 mit der Umsetzung beginnen können. Dabei wird wohl auch die gesamte Wasser- und Abwasserinfrastruktur erneuert werden.
Will man auch leerstehende Geschäfte wiederbeleben?
Wir als Gemeinde können die Lage nur attraktiv machen aber im Endeffekt hat das der Konsument in der Hand. Wenn alle die Leute, die sich um die Geschäfte solche Sorgen machen, auch dort einkaufen würden, dann hätten die Geschäfte keine Probleme. Jeder jammert, aber wenn es dann ums einkaufen geht, fahren sie weiß der Kuckuck wohin, weil es dort halt ein paar Cent billiger ist. Aber mit dem großen Marktplatz mit den vielen Parkplätzen haben wir schon einen Vorteil für die Geschäfte.
Auch keine Chance für einen Nahversorger im Zentrum?
Das sehe ich problematisch. Jeder will heute mit dem Einkaufswagen zum Auto fahren. Ich habe mich mit vielen Firmen unterhalten, und die sagen schon, 'von dem sogeannten Einkaufstascherl-Geschäft können wir nicht überleben'.
Zumal der neue Eurospar das Angebot erweitert hat.
Dort konnte man den Kundenkreis schon um einiges erweitern. Dort sind mittlerweile soviele fremde Leute, die ich überhaupt nicht kenne. Von der Nahversorgung haut es bei uns eh hin. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass sich ein Bäcker und ein Fleischhauer zusammentun, noch diverse Grundnahrungsmittel anbieten, dann hätte das sicher eine gewisse Zugkraft.

Wachstum in Bevölkerung und Wirtschaft

Wie sieht es mit Waizenkirchen als Unternehmensstandort aus?
Wir haben das Inkoba-Gebiet, ursprünglich neun Hektar, von denen noch gut ein Hektar frei ist. Es haben sich auch kleinere Betriebe angesiedelt. Ich bin zuversichtlich, über kurz oder lang die restliche Fläche zu füllen. Wobei unser Augenmerk auf Betriebe mit Arbeitsplätzen liegt, als Lagerfläche hätten wir es längst vermieten können. Und diese Fläche ist für Unternehmen sicherlich sehr attraktiv.
Wächst Waizenkirchen?
Der Bedarf an Grundstücken ist relativ hoch. Ich bin jetzt intensiv damit beschäftigt, neue Grundstücke zu finden, die wir als Bauland anbieten können. Zumal wir auch eine steigende Geburtenzahl haben. Wir brauchen eine zweite Krabbelstube. Wir schließen einen Vertrag mit der Geimeinde Heiligenberg, in der noch ein Gruppenraum im Kindergarten frei ist, um dort zumindest im kommenden Kindergartenjahr ausweichen zu können. Später werden dann wohl unseren Kindergarten erweitern müssen.
Bleibt das Schloss ein Sorgenkind?
Wir wollten ja einen Veranstaltungssaal bauen, aber vom Land gab es keine Finanzierungshilfe. Es sind aber einige dringende Sanierungen notwendig. Vor allem muss das Dach dicht werden, ganz oben haben wir den Schwamm drin. Landesrat Max Hiegelsberger sagte mir, er kann nur Gelder freigeben, wenn wir einen Verwendungszweck haben. Nur, so wie das Schloss jetzt dasteht, finde ich niemanden, der das übernehmen will, weil die Kosten nicht kalkulierbar sind. Wir als Gemeinde können die ganzen Renovierungen alleine nicht stemmen, da gehts um viel Geld.

Autor:

Rainer Auer aus Grieskirchen & Eferding

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