Höheres Pflegegeld
Arbeiterkammer Grieskirchen kämpft für autistischen Buben
- Die AK-Bezirksstelle in Grieskirchen.
- Foto: Michael Thallinger, MTMedien
- hochgeladen von Michaela Klinger
Nach einem langen Rechtsstreit habe die Grieskirchner Arbeiterkammer der Familie eines autistischen Buben ein höheres Pflegegeld ermöglicht.
GRIESKIRCHEN. Die Arbeiterkammer (AK) am Standort in Grieskirchen berichtet: Nach fast sechs Jahren Bezug habe die PVA einem damals zwölfjährigen autistischen Kind das Pflegegeld der Stufe eins entzogen. Mit der Begründung: Es bestünde nur ein Pflegebedarf von 60 Stunden im Vergleich zu einem gleichaltrigen gesunden Kind. Dadurch sei man berechtigt, das Pflegegeld zu entziehen.
Rechtsstreit mit positivem Urteil
Der Gesundheitszustand des Kindes habe sich allerdings nicht gebessert. Mit dem Bescheid der PVA seien die Eltern des nunmehr 14-jährigen Buben nicht einverstanden gewesen und hätten an die AK gewandt. Diese habe Klage auf Weitergewährung des Pflegegeldes eingereicht. Es sei ein Rechtsstreit über viele Monate gefolgt. Doch habe das erfreuliche Urteil gegeben: Das OLG Linz habe sich der Rechtsansicht der AK Grieskirchen angenommen und das Pflegegeld der Stufe drei zuerkannt. „Dieser Fall zeigt deutlich, dass es sich lohnt eine Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen. Wir scheuen auch längere Verfahrensdauern nicht, um unseren Mitgliedern zu ihrem Recht zu verhelfen“, so AK-Präsident Andreas Stangl.
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