28.09.2017, 07:30 Uhr

Kletter-Duo bezwang die höchsten Berge Österreichs

Jochen Scheuringer und Martin Lindinger zeigen sich stolz in 3.666 Metern Höhe – am Großvenediger. (Foto: Martin Lindinger/Jochen Scheuringer)

Mit ihrem Projekt "9 Summits Austria" wagten Martin Lindinger und Jochen Scheuringer in jedem Bundesland eine herausfordernde Kletterpartie.

WALLERN, GRIESKIRCHEN (jmi). Hoch hinaus wollten Martin Lindinger aus Wallern und Jochen Scheuringer aus Grieskirchen – und das in jedem Bundesland. Mit den Vorbereitungen zu ihrem Projekt "9 Summits Austria" begannen die beiden im Herbst 2016. Den höchsten Berg in Oberösterreich, Salzburg und Co. galt es zu erklimmen. Immer im Gepäck: Steigeisen, Bügel, Österreichfahne und eine ordentliche Portion an Motivation, Durchhaltevermögen und Abenteuerlust.

Start mit Wiener Skyline

Los ging es für das Duo im März mit dem Hermannskogel in Wien. „542 Meter über Wien haben wir unsere rot-weiß-rote Fahne, die uns bei jeder Tour begleitet hat, das erste Mal in die Luft halten dürfen. Ein herrlicher Ausblick über die Wiener Skyline um 8 Uhr früh hat uns sehr motiviert“, so Lindinger.
Die nächsten Stopps im Schnelldurchlauf: Schneeberg in Niederösterreich (2.076 Meter), Geschriebenstein im Burgenland (882 Meter), Dachstein in der Steiermark (2.995 Meter), Großer Priel in Oberösterreich (2.515 Meter), Piz Buin in Vorarlberg (3.312 Meter), Großvenediger in Salzburg (3.666 Meter) sowie die Wildspitze in Tirol (3.770 Meter).

Nebel und Schnee trotzen

Die Besteigungen erfolgten nicht ohne die eine oder andere Herausforderung: Nebel, extreme Kälte und plötzlicher Schneefall beherrschten etwa den Piz Buin. "Nur durch ein GPS-Gerät konnten wir den Weg Richtung Buinlücke finden. Jochen hat immer gesagt: ‚Es ist unglaublich. Andere Gruppen sind zehn Meter weg – ich höre die Leute, doch sehen kann ich sie nicht'", erzählt Lindinger. "Der Nebel hatte uns voll im Griff. Nachdem das GPS uns sagte, dass wir in der Buinlücke sind, haben wir den Kletteraufstieg gewagt. Sehr vereiste Felsblöcke und plötzlicher Schneefall machten es uns noch schwerer. Jochen vereiste es sogar Bart und Augenbrauen." Das Wichtigste bei den Touren: Sicherheit! Den harten Aufstieg meisterten beide, und so durften sie sich über einen grandiosen Ausblick freuen: "Der Piz Buin ist ein wunderschöner Berg im Herzen von Vorarlberg. Wir schwärmen heute noch davon."




Nächstes Projekt in Aussicht

Der Großglockner war die letzte Herausforderung des Projekts. „Der Anstieg war nicht gerade ungefährlich. Es gab ein hohes Risiko an Steinschlag. Über ein steiles Schneefeld ging es in Richtung Klettersteig, wo man genau vor der Hütte rauskommt. Kein Problem für uns“, versichern die beiden. Um 5 Uhr früh starteten Lindinger und Scheuringer Richtung Gipfel. "Wir hatten beide Gänsehaut und konnten mit Stolz sagen: Wir haben es geschafft. Am Gipfel des Großglockners haben wir unsere ‚Challenge‘ abgeschlossen“, resümieren die Kletterer stolz. Lindinger und Scheuringer widmen sich gleich dem nächsten Projekt: die „7 Summits“ der Alpen.

Summits-Party in Finklham

Wer noch mehr über das kletterfreudige Duo wissen möchte, der sollte die „9 Summits Austria Party“ nicht versäumen: 25. Oktober im Go-In Finklham. Infos finden Sie auf den Facebookseiten von Alpin Team Austria und Go-In Finklham.
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