Prostatakrebs-Vorsorge
Güssinger Urologe: "Meistens rufen die Frauen an"
- Urologe Michael Szelinger rät Männern, ab einem Alter von 45 Jahren jährlich zur Prostata-Vorsorgeuntersuchung zu gehen.
- Foto: Martin Wurglits
- hochgeladen von Martin Wurglits
Wie kann man Männer dazu animieren, zur Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchung zu gehen? Urologe Michael Szelinger ist mit diesen Thema in seiner Praxis in Güssing täglich konfrontiert.
MEINBEZIRK.AT: Ab wann sollten Männer zur Prostatakrebs-Vorsorge gehen?
MICHAEL SZELINGER: Empfohlen ist, ab einem Alter von 45 Jahren jährlich zu gehen. Wenn in der Familie schon ein Prostatakrebsfall aufgetreten ist, ist es schon ab 40 ratsam. Wenn man den Krebs in der regelmäßigen Untersuchung erkennt, ist er sehr gut heilbar.
Wie hat sich die Corona-Pandemie auf die Bereitschaft zur Vorsorge ausgewirkt?
Die Zahl der Untersuchungen ist zurückgegangen. Manche Patienten kommen jetzt erst nach drei Jahren wieder.
Was wird bei der Untersuchung genau gemacht?
Sie besteht aus einer Ultraschalluntersuchung von Blase und Prostata, einer Untersuchung des Blutes auf Tumormarker und aus einer schmerzlosen Tastuntersuchung.
Viele Männer zögern vor der ersten Untersuchung.
Aber nachdem sie dann das erste Mal da gewesen sind, erzählen sie nachher meistens, dass es eine ganz harmlose Sache war.
Welche Rolle spielen in dieser Sache die Partnerinnen?
Eine sehr große. Meist schicken die Frauen ihre Männer. Sie sind es auch meistens, die bei uns anrufen und den Termin ausmachen. Frauen, die seit jungen Jahren zur Frauenärztin gehen, haben eine andere Einstellung. Sie sind die treibende Kraft.
MeinBezirk auf
MeinBezirk als
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.