Neue Halle
Sägewerk Ferstl in Burgauberg auf Expansionkurs
- Tanja und Jürgen Ferstl freuen sich über das gelungene Werk. Die neue Halle erleichtert die Lagerung und Verarbeitung des Schnittholzes.
- Foto: Martin Wurglits
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Ein Betrieb, der 20.000 Kubikmeter Rundholz im Jahr verarbeitet, gerät irgendwann an seine Kapazitätsgrenzen. Das war auch beim Säge- und Hobelwerk Ferstl in Burgauberg so.
Zusätzliche Halle
Im Vorjahr entschloss sich Firmenchef Jürgen Ferstl daher zum Bau einer weiteren Produktionshalle, dem insgesamt siebenten Gebäude auf dem Firmengelände. "Der Platz ist einfach zu knapp geworden", so Ferstl.
Produktion wird erleichtert
Die Funktionsteile der Halle sind nebeneinander in einer Reihe angeordnet. Herzstück ist ein Tauchbecken zum Tränken von Schnittholzpaketen. Dort werden für den Export bestimmte Hölzer haltbar und widerstandsfähig gemacht. In der Regel ebenfalls exportiert wird Sonderlängen-Holz, das in einer neuen Paket-Kappsäge auf das geforderte Maß gebracht wird. Ergänzt wird das Gebäude durch eine Werkstatt für Fuhrpark und Maschinen sowie durch überdachte Holzlagerflächen.
Ökostrom, selbst erzeugt
Auf dem Dach ist eine große Photovoltaikanlage installiert worden, die den Strombedarf des Unternehmens zu rund einem Drittel abdecken kann. Auch eine Ladestation für Elektrofahrzeuge steht nun zur Verfügung. "Wir haben uns einen E-Stapler angeschafft, zwei weitere sind bereits bestellt", erzählt Ferstl.
Beton und Holz
Das neue Firmengebäude wurde aus Beton und - für einen Holzbetrieb Ehrensache - zu einem großen Teil aus Holz gebaut. "Wir haben uns für eine Brett-Sperrholz-Methode aus verleimten Wandelementen entschieden, die hohen Brandschutzanforderungen gerecht wird", beschreibt Ferstl. Knapp 380 Quadratmeter umfasst die verbaute Fläche für das teils offene, teils geschlossen errichtete Gebäude.
Schnittholz für Zimmereien und Baufirmen
Das seit 1994 an der Bundesstraße angesiedelte Sägewerk Ferstl konzentriert sich auf die Erzeugung von Schnittholz für Zimmereien und Baufirmen. Auch Sortimente für die Weiterverarbeitung in Fenster- und Möbelindustrie sind fixer Bestandteil der Produktion. Ein ständig wachsender Geschäftszweig ist die Produktion von Schnittholz für die Verpackungsindustrie, sprich für Paletten.
Expansionskurs
In den letzten fünf Jahren konnte die Menge des verarbeiteten Rundholzes auf 20.000 m3 pro Jahr rund verdoppelt werden. Etwa die Hälfte der Produktion geht in den Export. Ziele sind die österreichischen Nachbarländer und die Mittelmeerhäfen.
Das Holz bezieht die Firma Ferstl aus der näheren und mittleren Umgebung. Forstbetriebe und Holzhändler liefern es aus einem Umkreis von maximal 80 Kilometern zu. Verarbeitet wird fast ausschließlich Nadelholz aus Fichte und Tanne.
Personal gesucht
Derzeit beschäftigt das Sägewerk Ferstl 18 Personen, weitere Arbeitskräfte werden aber aufgenommen. "Derzeit suchen wir Produktionsmitarbeiter, Staplerfahrer, Kranfahrer und Lehrlinge", sagt Inhaber Jürgen Ferstl. Zwei Lehrlinge werden aktuell ausgebildet, in den letzten fünf Jahren waren es insgesamt sechs. "Alle sind im Betrieb geblieben", ist Ferstl stolz.
Verlässliche Partner beim Bau
Abgesehen von den Eigenleistungen des Betriebs konnte sich Jürgen Ferstl beim Bau der neuen Halle auf bewährte und professionelle Partnerbetriebe verlassen.
- Die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Firma Schwarz war für die Baumeisterarbeiten und die Betonelemente zuständig.
- Die direkt nebenan gelegene Holzbaufirma Hero nahm die Montage der Holzelemente vor.
- Von der Firma Pöltl aus Ebersdorf wurden die Elektrik, die Photovoltaikanlage und die E-Ladestation installiert.
- Die Firma Schweinzer aus Loipersdorf kümmerte sich um die Blecheindachung.
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