08.03.2017, 04:30 Uhr

Von der Kaserne Güssing in den Kosovo

Der Güssinger Übungsplatz dient Soldaten als Trainingsgelände für Einsätze in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo und im Libanon.
Die Szene auf dem Übungsgelände der Güssinger Montecuccoli-Kaserne wirkt wie aus einem Film: Bewaffnete Soldaten stoppen ein Auto, kontrollieren die Insassen, daneben wacht ein gepanzertes Fahrzeug.

"So wie wir es hier üben, ist es im Auslandseinsatz des Bundesheer tägliche Routine", erklärt Kommandogruppenkommandant Gerald Dragosits. Der Unteroffizier zählt mit seinen Kollegen zu den Ausbildnern, die österreichische Soldaten auf ihre Einsätze im Ausland vorbereiten.

Einsatzvorbereitung

Die neue Güssinger Kaserne ist dafür geradezu prädestiniert. "Derzeit werden 84 Soldaten aus ganz Österreich für ihren Einsatz im Kosovo ausgebildet. Bisher waren es insgesamt schon an die 500 Soldaten, die in Güssing zusammengezogen und für Einsätze im Kosovo, in Bosnien-Herzegowina und Libanon geschult wurden", zieht Bataillonskommandant Thomas Erkinger eine Zwischenbilanz.

Die bis zu sechs Wochen dauernde Ausbildung dafür passiert in Güssing. Auf dem Programm stehen spezielle Schießausbildungen, die Durchführung von Kontrollen, das Erkennen von Gefahrensituationen, das Verhalten am Pandur-Panzerfahrzeug und das Minenabwehrtraining. "Bosnien-Herzegowina ist das am meisten verminte Land der Erde, obwohl der Krieg schon 26 Jahre vorbei ist", macht Dragosits aufmerksam.

Patrouillen, Wachen, Kontrollen

Die Aufgaben der rot-weiß-roten Soldaten sind je nach Einsatzland unterschiedlich. "In Bosnien und im Kosovo bewachen sie Camps, gehen auf Patrouillen, kontrollieren Personen und Fahrzeuge. Im Libanon sind österreichische Einheiten für Transporte von Versorgungsgütern und Personen zuständig", erläutert der stellvertretende Zugskommandant Stefan Maikisch. Auch bei Schnee- und Hochwasserkatastrophen in Bosnien waren österreichische Soldaten zur Stelle.

Obwohl die österreichischen Kontingente derzeit alle besetzt sind, wird ständig Nachwuchs gesucht. Die Verdienstmöglichkeiten sind dabei ein guter Anreiz. Ab 2.800 Euro netto aufwärts - abhängig von Dienstgrad und Verwendung - bewegt sich das Monatsgehalt.
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