Larissa Biber ist tot

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Larissa aus Reutte ist tot. Sie wurde erwürgt.
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Polizei nahm den Freund als Tatverdächtigen fest. Taucher suchen den Inn nach der Leiche ab.

REUTTE/INNSBRUCK Larissa Biber ist tot. Wie die Polizei heute in einem Pressegespräch bekannt gab, wurde die junge Frau vermutlich erwürgt. Der 24-jährige Freund von Larissa wurde als Tatverdächtiger festgenommen. Er hat den Mord bereits gestanden.
Von der Leiche der 21-jährigen fehlt bislang aber jede Spur. Polizei, Taucher der Cobra und die Wasserrettung suchen zur Stunde den Inn ab Thaur ostwärts nach dem Opfer ab.
Nach der Tat dürfte der 24-jährige Beschuldigte die Leiche bei Thaur in den Inn geworfen haben.

Zur Stunde suchen Polizei und Wasserrettung intensiv nach der Leiche der jungen Frau. Mehr dazu unter: Suche nach Larissas Leiche

Der Täter ist laut Polizei geständig.

In den vergangenen Tagen haben sich laut Polizei die Verdachtsmomente gegen den Freund verdichtet. Gestern wurde der Tatverdächtige in seiner Wohnung von der Cobra festgenommen. Er hat die Tat auch bereits gestanden.

Laut Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamtes, gab es zunächst keine Hinweise auf den Grund des Verschwindens von Larissa, die seit 13 Tagen abgängig war. Die Polizei sei somit auf der Stelle getreten. "Dennoch haben wir nicht unversucht gelassen, um die Frau so schnell wie möglich zu finden – möglichst unversehrt, weil wir zum damaligen Zeitpunkt noch nicht davon ausgehen konnten, dass Larissa tot ist", erläutert Pupp.

Auch die Fälle zweier vermisster Mädchen aus dem Allgäu hat die Polizei miteinbezogen. "Es gab intesive Besprechungen mit unseren Kollegen aus Deutschland, bei denen sich jedoch bald herausstellte, dass die Fälle nichts miteinander zu tun haben", so Pupp.

Intensive Suche nach Zeugen

In den Tagen nach dem Verschwinden von Larissa wurden Häuser in der Umgebung abgesucht, Hausbewohner, Nachbarn, Nightlinefahrer und Taxler befragt, ebenso Zeitungsausträger. Sogar die Bilder aus den Überwachungskameras der Nightliner wurden ausgewertet.
Erst allmählich zeichnete sich dann für die Polizei ein Bild ab, das auf einen Streit zwischen Larissa und ihrem Freund hindeutete. Die Zeugenaussagen jener Freunde, mit denen das Opfer und der Täter vor dem Mord unterwegs waren, widersprachen sich aber.

Als Verdächtiger geführt

Ab 20. September genehmigte das Gericht schließlich Ermittlungen wegen Freiheitsentzug gegen den nunmehr Festgenommenen. Daher ließ die Polizei die Wohnung und das Auto des Freundes erneut untersuchen.
Über die Vorratsdaten des Handys des Freundes kam die Polizei schließlich zum Erfolg.

Vorratsdaten überführten mutmaßlichen Mörder

Ein Anruf um 05:00 Uhr – zu diesem Zeitpunkt will der Tatverdächtige laut seinen ersten Aussagen bereits geschlafen haben – bei einem Callcenter dürfte ihn überführt haben: Mit seinem Auto saß er am Innufer fest und benötigte einen Pannendienst. Dort hat er – nach eigenen Angaben – die Leiche in den Inn geworfen. Diesen Anruf löschte Larissas Freund aber von seinem Handy, allerdings konnten die Anrufe über die gespeicherten Vorratsdaten des Handyproviders nachgewiesen werden.

Einheimischer Täter war "unbescholten"

Die Polizei geht aufgrund des Geständnisses davon aus, dass Larissa in der Wohnung ihres Freundes erwürgt und danach bei den Thaurer Feldern (Höhe Pumpstation) in den Inn geworfen wurde.
Der Beschuldigte hatte sich vor seiner Festnahme selbst an den privaten Suchaktionen, die über Facebook organisiert wurden, beteiligt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand, gibt es keine Hinweise darauf, dass der Tatverdächtige schon früher gewalttätig war. Der 24-jährige Tatverdächtige gilt als unbescholten.

Sie kannten sich erst seit drei Wochen!

Es war eine ganz frische Beziehung, welche Larissa Biber zum Verhängnis wurde. Laut Angaben der Polizei kannte sich das Paar gerade erst seit drei Wochen!
Beim Tatverdächtigen handelt es sich um einen Einheimischen, der berufstätig ist.

Keine Spuren in der Wohnung

In der Wohnung des Tatverdächtigen – eine Wohngemeinschaft in Neu-Rum – hatte man keine Spuren auf eine Gewalttat gefunden: "Da Larissa erwürgt wurde, gab es kein Blut am Tatort, das man nachweisen hätte können", so Ermittlungsleiter Walter Pupp. Hinweise auf mögliche Mittäter gibt es derzeit keine. Der festgenommene 24-Jährige dürfte die Tat allein begangen und die sterblichen Überreste von Larissa ohne fremde Hilfe im Inn "entsorgt" haben.

Tatverdächtiger informierte Larissas Familie über die Abgängigkeit

Es war offenbar der Tatverdächtige selbst, der Larissas Familie über deren Abgänigkeit informierte. Am Sonntag gegen 10 Uhr meldete er sich bei der Familie und berichtete, dass Larissa nicht zurückgekommen sei. Nachdem die Familie den ganzen Tag über versuchte, die junge Frau zu finden, wurde gegen 18:00 Uhr die Polizei eingeschalten.

Private Suchaktionen ab sofort untersagt

Jetzt geht es für die Polizei um eine professionelle Spurensicherung. An der Stelle wo die Leiche in den Inn geworfen wurde und flussabwärts sind private Suchaktionen daher von der Polizei untersagt.

Leiche bei Pumpstation in den Inn geworfen

Die Leiche der jungen Larissa aus Reutte wurde laut Polizeiangaben im Bereich der Pumpstation in Thaur in den Inn geworfen. Taucher der Cobra sind derzeit dabei, diesen Bereich abzusuchen. Niemand kann sagen, ob, bzw. wann man Erfolg hat. Laut Polizeiangaben gibt der Inn Tote oft erst nach Wochen oder Monaten frei, manche werden nie gefunden. Es könnte sein, dass sich der Körper im Wasser irgendwo verhängt hat und nicht mehr auftaucht.

Von Günther Reichel und Stephan Gstraunthaler

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Larissa aus Reutte ist tot. Sie wurde erwürgt.
Im Großraum von Innsbruck wurden zahlreiche private Suchaktionen organisiert. Larissas Schicksal berührte das ganze Land!

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