Großprojekt Südtirolersiedlung Hall
Vorfreude auf Umzug bei Bewohnern wächst
- Die Bewohnerin Veronika Mayerhofer lebt seit 55 Jahren in der Südtirolsiedlung und kann es kaum erwarten umzuziehen.
- Foto: Kendlbacher
- hochgeladen von Michael Kendlbacher
Im Haller Stadtteil Schönegg steht ein großes Wohnbauprojekt an: Die Südtirolersiedlung soll in den kommenden Jahren neu gebaut werden. MeinBezirk hat mit der langjährigen Bewohnerin Veronika Mayerhofer gesprochen, die sich schon sehr auf eine neue Wohnung freut.
HALL. Die Südtirolersiedlung im Stadtteil Schönegg ist deutlich in die Jahre gekommen. Auf den ersten Blick fällt der Zustand der in den 1940er-Jahren errichteten Wohnanlage kaum auf, doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich zahlreiche Altersspuren. Laut NHT sind die Gebäude inzwischen am Ende ihrer Lebensdauer. Deshalb soll die gesamte Anlage mit insgesamt 114 Wohnungen neu gebaut werden. Die Planungen dazu starten 2027, ein Baustart wäre ab dem dritten Quartal 2028 möglich. Eine langjährige Bewohnerin, die sich besonders auf den Umzug freut, ist Veronika Mayerhofer. Die 78-Jährige lebt seit 55 Jahren in der Anlage und erzählt im MeinBezirk-Gespräch: „Nach so vielen Jahren ist es schon an der Zeit, dass alles hier erneuert wird. Es gibt viele Schäden rund ums Haus. Am liebsten würde ich schon morgen mit dem Siedeln beginnen." Auch ihre Nachbarn im Haus, mit denen sie sich stets gut verstanden habe, würden sich auf das neue Zuhause freuen. „Dass ich danach womöglich keinen Garten mehr habe, stört mich nicht", sagt die rüstige Pensionistin beim Lokalaugenschein.
- Von den 114 Wohnungen auf dem Areal sind derzeit 81 bewohnt, 68 davon unbefristet.
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Politik mit Visionen
Die Bauarbeiten für das Großprojekt sollen in mehreren Etappen über die nächsten zehn bis 15 Jahre erfolgen. Während die SPÖ Hall an dem Standort möglichst viele gemeinnützige Wohnungen schaffen will und sich eine dichtere Bebauung mit rund 200 Wohnungen vorstellen kann, setzt die ÖVP Hall auf eine Verbauung mit Augenmaß. Für Stadtrat Tilg und seine Partei steht dabei ein Grundsatz im Mittelpunkt: Nicht die maximale Verbauung, sondern die maximale Lebensqualität muss das Ziel sein. „Bei einem Projekt dieser Größenordnung dürfen wir nicht in Quadratmetern oder Wohnungszahlen denken. Wir müssen uns die Frage stellen, wie Hall in 20, 30 oder 40 Jahren aussehen soll und welche Lebensqualität wir den Menschen bieten wollen", so Tilg in einer Aussendung.
- Die Bauarbeiten für das Großprojekt sollen in mehreren Etappen über die nächsten zehn bis 15 Jahre erfolgen.
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Konzept für die Neugestaltung
Die ÖVP Hall hat deshalb ein Konzept für die Neugestaltung der Siedlung vorgelegt. Es setzt auf maßvolles Wachstum, generationenübergreifendes Wohnen, mehr Grünflächen und eine hohe Aufenthaltsqualität. „Stadtentwicklung bedeutet auch Bevölkerungsentwicklung. Mit dem richtigen Wohnungsmix können wir bewusst steuern, wer künftig in Hall Wohnraum findet. Wir brauchen junge Menschen, Familien und ältere Menschen gleichermaßen. Nur so entsteht ein lebendiger und funktionierender Stadtteil", so der Stadtrat weiter. Die ÖVP Hall fordert einen Mix aus Wohnungen für junge Menschen, Familien und Senioren sowie Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern. Gleichzeitig sollen rund 8.000 Quadratmeter Grün- und Freiflächen entstehen oder erhalten bleiben. Rund 2.000 Quadratmeter sind für Spiel- und Aufenthaltsflächen vorgesehen. Auch bei Mobilität und der Gestaltung des neuen Quartiers sieht die Partei Verbesserungsbedarf. „Wer heute nur auf maximale Verdichtung setzt, schafft vielleicht kurzfristig mehr Wohnungen, verliert aber langfristig Lebensqualität. Unser Ziel muss sein, Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig die Qualitäten zu erhalten."
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