28.04.2014, 10:39 Uhr

Regionalitätspreisträger 2014 in der Kategorie Handwerk: XQZT-skis

Was machen ein Volkswirt und eine Architektin, wenn sie ihre Bergbegeis-terung in Form gießen? Skier natürlich, die vor allem individuellen Ansprüchen gerecht werden.

Im Jahr 2012 wurde die Idee geboren, es folgten viele Recherchen im Internet und Gespräche mit Spezialisten. Entstanden ist schließlich eine kleine, aber feine Ski-Manufaktur in Ötztal-Bahnhof, die dem regionalen Gedanken ebenso Rechnung trägt wie auch den exklusiven Ansprüchen der Variantenfahrer im Hochgebirge. „Wir haben den Großteil unseres Know-hows im Internet erworben, selbst die Maschinen, die wir zur Herstellung unserer Skier benötigen, haben wir selbst entworfen und gebaut“, verrät Daniel Neururer. Als gelernter Volkswirt ist er neben den technischen Belangen vor allem für die betriebswirtschaftliche Seite der Firma „XQZT-skis“, also „exquisite Skier“, zuständig. Maria Wibmer, Architektin mit Hochschulabschluss, hat sich dagegen eher die Konstruktion und das Design der Edelbretter zum Schwerpunkt gemacht. Gemeinsam hat sich das Duo in der Szene einen Namen gemacht und nicht zufällig heuer auch den Regionalitätspreis der BEZIRKSBLÄTTER erobert.

Individuelle Wünsche

„Unsere Zielgruppe sind ambitionierte Skifahrer und Tourengeher, die individuelle Wünsche in Sachen Material, Form und Design verwirklichen wollen“, erklärt Wibmer. Die beiden innovativen Jungunternehmer hat vor allem die gemeinsame Bergbegeisterung auf die Idee gebracht, Skier für Individualisten zu fertigen.
Dabei kommt Hightech nur bedingt zum Einsatz, dafür aber viel Holz aus der Heimat. „Natürlich spielt auch die Materialkunde eine große Rolle. Für einen Ski, der entsprechende ‚Antwort‘ auf den Untergrund gibt, ist aber vor allem ein hochwertiger Holzkern entscheidend. Und an diesem wird ständig gefeilt, hier kommt heimischen Holzarten eine bevorzugte Rolle zu. Ständig entwickeln wir unsere Produkte weiter und experimentieren selbstverständlich auch im Selbstversuch“, sagen Wibmer und Neururer. Der Preis für die individuellen Skier bewegt sich in der gehobenen Mittelklasse, ist also auch für „Normalos“ erschwinglich. Kooperiert wird künftig auch vermehrt mit Tiroler Künstlern, die für außergewöhnliche Designs ihre Ideen einbringen können. Das Grundmaterial für die „XQZT-skis“ wird übrigens bei jenen Produzenten eingekauft, wo auch die Großen der Branche ihre Materialien bestellen. In Ideen und Innovationen mangelt es dem findigen Team jedenfalls auch in Zukunft nicht.

Hier geht's zu den Bildern der Regionalitätspreisverleihung!

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