Campen geht auch im Winter

Wintercampen wird immer mehr zum Trend und auch die heimischen Campingplätze stellen sich darauf ein
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  • Foto: KK/Camping Schluga
  • hochgeladen von Julia Astner

HERMAGOR/KÖTSCHACH (aju). Verschneite Pisten laden derzeit zum Winterurlaub ein. Doch nicht jeder möchte in einem Sternehaus seinen Skiurlaub verbringen. Auch Camping im Winter wird immer beliebter.

Campingfanat

Norbert Schluga vom Camping Schluga in Hermagor hat seinen Campingplatz schon länger auf die Wintercamper eingerichtet. "Der typische Wintercamper ist einfach ein Campingfanat, der das schon jahrelang macht", sagt Schluga. Grundsätzlich aber setze sich dieser Trend immer mehr durch. "Zu mir hat einmal ein Gast gesagt, man brauche nur eine Gasflasche, ansonsten sei es gleich wie campen im Sommer", sagt Schluga.

Besondere Ausstattung

Trockenräume und Skiräume stellt hier der Campingplatz zur Verfügung. Auch Gasanschlüsse gibt es am Platz. "Vorwiegend kommen dabei Italiener zu uns. Diese Gäste gehen lieber Langlaufen oder machen Spaziergänge und gehen zu heimischen Bauern einkaufen", erklärt Schluga. Vom Campingplatz selbst hingegen wird über die Feiertage auch ein Aktivitätenprogramm angeboten. "Die Kosten für die Camper sind dabei die gleichen wie im Sommer", sagt Schluga.

Spezieller Typ

Im Alpencamp in Kötschach-Mauthen ist man ebenfalls auf Wintercamper eingestellt. "Der Wintercamper ist ein spezieller Typ", sagt Sepp Kolbitsch vom Alpencamp. Dieser Camper braucht spezielle Ausrüstung wie ein wintertaugliches Fahrzeug. "Camper sind eben diese Menschen, denen es vor allem darum geht, die Natur zu genießen", erklärt Kolbitsch. Viele bräuchten zudem auch das Kontrastprogramm zu ihrem Alltag und suchen dies im Camping. "Wir haben Gäste, die in ihrem Berufsleben sehr hohe Stellungen haben und viel auf Geschäftsreisen unterwegs sind. Deshalb suchen sie hier einen Ausgleich zum Business-Leben", meint Kolbitsch.

Gerne in der Natur

Besonders wichtig ist zudem die Infrastruktur rund um den Campingplatz. "Unsere Wintercamper gehen gerne in die Natur, machen Wellness und mögen gutes Essen", erklärt Kolbitsch.

Tschechien boomt

"Gäste aus den östlichen Ländern Europas sehen wir am Campingplatz eher selten", sagt Sepp Kolbitsch vom Alpencamp. Das erkläre sich darin, dass Campen in diesen Ländern eher einen negativen Beigeschmack habe. Dieser begründe sich vor allem in der Geschichte der Länder. "Tschechien allerdings boomt meiner Überzeugung nach in den nächsten Jahren. Auch Gäste aus Slowenien dürfen wir immer mehr begrüßen", erklärt Kolbitsch. 

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