"Schwammerl könnten schon bald kommen"

Eierschwammerl gehören zu den ersten Pilzen, die schon bald im Wald zu finden sein könnten, dann heißt es aber nicht nur Vorsicht bei der Bestimmung, sondern auch beim Pflücken
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BEZIRK (aju). Die Schwammerlsaison könnte jederzeit beginnen. Dabei sollte man nicht nur auf die erlaubten "Pflückzeiten", sondern auch auf die Menge achten.

Schwammerlsaison

"Ich glaube, es wird heuer keine gute Schwammerlernte, zumindest die ersten Monate. Es ist einfach zu trocken", sagt Johann Schabus, Hermagors Bezirkseinsatzleiter der Kärntner Bergwacht und Mitglied der Soko Pilze. Typische Pilzsorten, die bald aus dem Boden ragen könnten, sind unter anderem die Eierschwammerl oder auch Morcheln. Steinpilze oder auch Herrenpilze genannt, sind ebenso wie Parasol erst im Herbst zu finden.

Essbare Pilze

Bei der Bestimmung der Pilze ist Schabus vorsichtig: "Man sollte grundsätzlich nur Pilze pflücken, bei denen man sich ganz sicher ist. Auch ein Pilzbuch sollte man sich besorgen." Der Verzehr falscher Pilze, die den essbaren zum Teil sehr ähnlich sind, kann nämlich durchaus auch tödlich enden.

Richtiges Klauben

Hat man dann einen essbaren Pilz gefunden, so ist es wichtig, diesen am Boden abzuschneiden und ihn am Fundort zu säubern. "Zudem sollte man eine Stofftragetasche oder einen geflochtenen Korb zum Transport verwenden. So fallen die Pilzsporen trotzdem noch auf den Boden und der Kreislauf schließt sich", sagt Schabus. Ein besonderes Anliegen ist für ihn auch, dass Schwammerlklauber ihr Auto so abstellen, dass weder die Ruhe im Wald noch andere vorbeifahrende Autos behindert werden.

Zugelassene Menge

Beim Pflücken gibt es aber auch einige Richtlinien zu beachten. So darf nur eine Menge von zwei Kilo pro Person, pro Tag, mitgenommen werden. Gesammelt werden darf zudem nur zwischen sieben und 18 Uhr und vom 14. Juni bis zum 1. Oktober. "Das ist wichtig, damit sich der Wald wieder erholen kann", sagt Schabus. Verstößt man gegen die zugelassene Höchstmenge, kann das außerdem schnell teuer werden. "Die Strafen können bis zu 3.620 Euro gehen, bei Wiederholungsfällen sogar das Doppelte. Wir von der Soko Pilze machen auch hier Stichproben", sagt Schabus.

Eierschwammerl gehören zu den ersten Pilzen, die schon bald im Wald zu finden sein könnten, dann heißt es aber nicht nur Vorsicht bei der Bestimmung, sondern auch beim Pflücken
Johann Schabus ist Mitglied der Soko Schwammerl

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