Sonderthema
Grüne Wärme aus Arnoldstein

In Sachen Industrie legen Amtsleiter Gernot Obermoser, Euronova Geschäftsführer Eric Gotschier und Bürgermeister Erich Kessler Wert auf gute Zusammenarbeit
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ARNOLDSTEIN (lexe). Vor knapp 20 Jahren sorgte die Marktgemeinde Arnoldstein kärntenweit für Aufsehen. Die Volksbefragung zur Errichtung einer Restmüllverbrennungsanlage brachte ein unerwartet erfreuliches Ergebnis. Rund 60 Prozent gaben ihre Zustimmung. Das Besondere daran: die Mehrheit dieser Stimmen kam aus dem Nahbereich des vorgesehenen Standortes. Ein Ergebnis, das Bürgermeister Erich Kessler als zukunftsweisend beschreibt: "Es ging 1999 um die Frage, ob in Arnoldstein, im Gailtal, weiterhin eine industriefreundliche Entwicklung möglich ist."

Wirtschaft boomt

"Wir erleben seit 20 Jahren eine Renaissance als Industriestandort, an die so mancher längst nicht mehr geglaubt hat", beschreibt Kessler die positive wirtschaftliche Entwicklung in der Gemeinde. Im Gemeindegebiet kam es in diesen Jahren zu Investitionen in "noch nie dagewesenem Ausmaß" für bauliche Industrieanlagen, Infrastruktur, Expansionsbestrebungen und Energieleitungen. Arnoldstein ist 2018 ein Standort, der mit einem besonderen Branchenmix aufwartet und bislang auch eine dauerhafte Beschäftigungsgarantie für den strukturschwachen Gailtaler Raum bietet.

Verlässliche Versorgung

Besonders gelungen ist die Kooperation mit der Kelag. Bürgermeister Erich Kessler: "Einen zuverlässigen Partner mit hoher Sicherheit, Kontinuität und Leistungsfähigkeit als Energieversorger gefunden zu haben, ist ein Gewinn, ist das Maß aller Dinge!" "Für eine Gemeinde und einen Wirtschaftsstandort müssen Strom- und Wärmeversorgung funktionieren!" Besonders stolz ist man in der Untergailtaler Kommune deshalb auf die Entwicklung im Energiebereich. Inzwischen gibt es für die Arnoldsteiner Bewohner und Wirtschaftstreibenden Fernwärme, Gasleitungen. Das Kraftwerk Schütt wird saniert und die Fernwärme-Transportleitung nach Villach errichtet. "Wir sind auch Klimabündnisgemeinde, e5-Gemeinde und Mitglied der Klima- und Energiemodellregion", so Kessler.

Umwelt fördern

Die Bemühung um eine klimaschonende Energieversorgung freut auch Kurt Bürger, der Umwelt- und Energieberater der Marktgemeinde Arnoldstein. "Bei uns gab es bereits in den 80er-Jahren erste Förderungen für Solaranlagen. Auslösendes Element für die umweltschützende Einstellung der Gemeinde war der Bau der Müllverbrennungsanlage. Dieser versetzte die Kommune in die Lage ihre Bürger für umweltfreundliches und effizientes Verhalten und das Verwenden von erneuerbarer Energie zu "belohnen". Seit 2004 steht dafür der sogenannte Umweltbonus zur Verfügung, durch den bis heute 2.110 Förderungen ausgeschüttet werden konnten. "Wir haben rund 26 Millionen Euro an umweltrelevanten Maßnahmen ausgelöst", so Bürger, "die Gemeinde Arnoldstein hat damit ihr Klimaziel übererfüllt, auch durch die hohen CO₂-Einsparungen!"

European Energy Award

Nicht umsonst ist Arnoldstein als ausgezeichnete e5-Gemeinde unter den Top 30 Gemeinden europaweit zu finden und das bei 1.600 Kommunen und damit Träger des "European Energy Award". "Unser Motto lautet "Raus aus dem Treibhaus der schönen Worte". Global denken und lokal handeln sind keine leeren Worte, wir erfüllen sie täglich. Denn e5 ist ein lebender Prozess, man bleibt nicht stehen." Wen wundern da also die Solaranlagen auf allen thermisch sanierten Gemeindegebäude und 51 Photovoltaikanlagen im Gemeindegebiet. "Wir spielen in der Championsleague der Energieeffizienz mit!", ist Kurt Bürger stolz auf die Erfolge.

Am richtigen Weg

Trotz dieser Erfolge bleibt man in der Marktgemeinde selbstkritisch. "Das Ende der Fahnenstange unserer Möglichkeiten ist noch lange nicht erreicht", erklärt der Umweltbeauftragte, "wir haben massiven Aufholbedarf im Bereich der Mobilität und bemühen uns intensiv." Ein deutliches Zeichen für die Bemühungen ist der Ausbau der Radwege und der Radinfrastruktur.

Beratung der Betriebe

"Arbeiten, wo andere Ferien machen. Nicht, dass unsere Mitarbeiter wenig am Arbeitsplatz anzutreffen sind, ganz im Gegenteil. Wenn man schon arbeiten muss, dann in einer lebenswerten Umgebung", sagt Eric Gotschier. Die lebenswerte Umgebung wirkt sich günstig auf die Kreativität der Mitarbeiter aus und leistet einen großen Beitrag zu deren Wohlbefinden und Zufriedenheit. "Dafür, dass die Rahmenbedingungen fürs Arbeiten auch in unserer Ferienregion perfekt sind, hat die Euro Nova in den letzten 27 Jahren gesorgt." Euro Nova bietet neben der Infrastruktur auch Beratung von Beginn der Ansiedlung über die Entwicklung bis hin zur Behördenverhandlung und Bescheiderlangung, vor allem aber auch darüber hinaus an. "Erstmals in der Geschichte der Euro Nova kommt es nun dazu, dass zwei Unternehmen, die sich in den letzten Jahren hier angesiedelt hatten, mit dem Platz nicht mehr auskamen und sich auf die Suche nach einer neuen Betriebsliegenschaft machten. Selbstverständlich wieder im Industriepark Euro Nova. Beide sind dabei sich massiv zu vergrößern und profitieren vom Infrastruktur- und Grundstücksangebot der Euro Nova. "Standorte mit vergleichbarer Qualität der Infrastruktur für Arbeit und Freizeit sind selten."

Autor:

Julia Astner aus Spittal

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