16.03.2017, 16:00 Uhr

Sägewerk in vierter Generation

Harald und Ewald Bartolot arbeiten zu zweit im familieneigenen Sägewerk und Holzhandelsbetrieb

Seit 1885 arbeitet das Sägewerk Bartolot mit Holz aus der Region.

ST. STEFAN (aju). Ewald Bartolot ist bereits die vierte Generation, die die Firma Sägewerk und Holzhandel Bartolot führt. Nun steht auch die fünfte Generation schon in den Startlöchern.

Zweites Standbein

"Früher wurden ausschließlich Lohnschnitte für die Bauern gemacht. Das heißt, wir haben das Holz für die Bauern in individuellen Größen und Längen verarbeitet", sagt Ewald Bartolot. Später hat er sich dann auch im Rundholzhandel engagiert und so ein zweites Standbein aufgebaut. "In unserem Betrieb ist auch eine Zimmerei eingemietet. Hier arbeiten wir auch sehr gut zusammen", erklärt Bartolot.

Heimisches Holz

Produziert wird bei ihm auf Bestellung. "Da die Säge nicht am allerneuesten Stand ist, braucht es hier noch wie früher viel Handarbeit", erklärt Bartolot. Mittlerweile schneidet er zudem auch viel für verschiedenste Firmen, fertigt Bauholz und vertreibt Rundholz. "Wenn Bauern mir ihr Rundholz verkaufen möchten, wird es für uns geschlägert, über einen Frächter zu uns gebracht und dann entweder für meine Produktion weiterverarbeitet oder verkauft", sagt Bartolot. Verarbeitet wird hier fast nur heimisches Holz wie Fichte, Tanne und Lärche, aber auch Laubhölzer in kleinen Mengen.

Einmannbetrieb

Die Produktion macht er seit Jahren alleine. "Mein Erfolgsrezept ist, dass ich immer klein geblieben bin und versucht habe, mich den Veränderungen am Markt anzupassen", erklärt Bartolot. Um das alles aber alleine zu stämmen, steht dem Unternehmer immer ein langer Tag bevor. "Auch an Wochenenden kommt man eben von der Arbeit nicht weg, man ist in dieser Form immer mit seinem Beruf verbunden", sagt Bartolot.


Junior hilft mit

Nun hat er aber auch Unterstützung von seinem Sohn bekommen. "Mein Sohn Harald ist mit der Sägefachschule in Kuchl fertig und hilft mir jetzt im Betrieb mit. Da ich auch schon bald an die Pension denke, wird er dann das Unternehmen weiterführen", sagt Bartolot. Schon jetzt arbeitet sein Sohn in der Produktion mit und bringt seine Ideen ein. "Ich bin nicht nur stolz, dass wir eine fünfte Generation in unserer Firma haben werden, sondern auch, dass mein Sohn weiß, was es heißt selbstständig zu sein", erklärt Bartolot.

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