15.03.2017, 09:00 Uhr

Capita-Snowboards haben ein „Herz“ aus Holz

Engagierte Mitarbeiter Marlon Kruse, Alexander Bauer, Anze Horvat und vorne Klara Dinold

Seit Ende 2015 werden in Feistritz/Gail Snowboards für den Weltmarkt erzeugt – aber ohne Holz geht dort nichts.

FEISTRITZ (jost). „Capita Mothership“ steht auf jeder Schmalseite der insgesamt 120.000 Snowboards zu lesen, die im Vorjahr in Feistritz produziert wurden. Damit ist klargestellt, dass dieses top-moderne Werk nahe der Gail nicht nur die globale Drehscheibe einer pfiffigen Idee ist, sondern Capita Snowboards im Konzert der Global Player erfolgreich mitspielen.

Guter Start


Geschäftsführer Michael Kollmann, selbst begeisterter Snowboarder und seit dem Jahr 2000 in der Snowboard-Branche beruflich tätig, freut sich nach einjähriger Bauzeit und der Investition von etwa zehn Millionen Euro über das gelungene „Start-Jahr“ 2016.
„Alles, was zur Produktion von 730 verschiedenen Board-Typen erforerlich ist, geschieht ausschliesslich hier in der Zentrale mit unseren 100 Mitarbeitern. Das heißt Idee, Konzept, Design, Planung, Produktion und Versand. Wir haben weltweit ca 800 Vertriebspartner, davon die Hälfte in USA, 230 in Europa und etwa 150 in Japan. Unser aktuelles Ziel ist die weitere Steigerung des Produktionsanteiles der Kiteboards auf etwa 50 Prozent, damit wird eine kontinuierliche Gesamtjahres-Auslasung erzielt.“

Holz und Umwelt

Capita-Snowboards und Kiteboards sind Hightech-Produkte; die Kunden erkennen aussen vorrangig Carbon-Folien und Beläge in speziellen Designs und Farben. Aber alle haben ein hölzernes Innenleben, wie Kollmann erklärt: „Seit 2000 produzieren wir unsere Boards mit einem Holz-Kern. Dass wir an dieser Philosophie festhalten, hat nichts mit Nostalgie zu tun, sondern schlichtweg mit der Tatsache, dass die Fahr-Eigenschaften eines Snow- oder Kite-Boards ganz wesentlich vom Kern abhängen. Pappelholz, Balsa und Buche sind die hauptsächlich verwendeten Holzarten, welche durchwegs aus FSC-zertifizierten Wäldern (Holz aus fairer Wirtschaft) stammen. Die Rohlinge werden von unseren Lieferanten angeliefert, dann beginnt bei uns der Zuschnitt auf unseren CNC-Anlagen. Holz ist für uns durch nichts zu ersetzen! Wir produzieren nicht für Billigschienen, sondern wollen damit unseren bewährten Qualitäts-Level halten. Ausserdem hat Boarden im Schnee und am Wasser mit Outdoor-Feeling, mit Wald und mit Wasser zu tun. Auch unser neues Werk besteht großteils aus Holz-Produkten für das Dach und für die Fassaden. Genauso haben wir die Nachhaltigkeit mit unserer Haustechnik bewiesen, wo keinerlei fossile Emissionen zu finden sind. Wie bekannt, heizen wir unsere CO2-freie Zentrale umweltfreundlich mit dem Wasser aus der Gail. Unsere Händler und Kunden haben all diese Fakten erkannt und legen bei ihrer Kauf-Entscheidung großen Wert darauf.“

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