Unteres Traisental
Bankangestellter soll sich an Konten der Kunden bedient haben

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UNTERES TRAISENTAL. Untreue und Urkundenfälschung standen im Mittelpunkt eines Prozesses am Landesgericht St. Pölten, wobei sich der 27-jährige Angeklagte zu den Vorwürfen von Staatsanwältin Nicole Elsinger nicht schuldig bekannte. Zur weiteren Klärung wurde die Verhandlung vorerst vertagt.

Gesamtschaden von rund 30.000 Euro

Laut Strafantrag soll sich der ehemalige Bankmitarbeiter in zahlreichen Angriffen an den Konten von Bankkunden aus dem Unteren Traisental bedient haben, indem er mittels gefälschter Unterschriften Bargeld behoben und Überweisungen mit einer Gesamtschadenssumme von rund 30.000 Euro durchgeführt habe.

„I gib's halt zu, aber i war's net!“

„Wenn ich alles zugebe, dann ist es für mich erledigt“, begründete der Beschuldigte „sein Geständnis“, das er im März 2019 gegenüber seinen Vorgesetzten nach ersten Unregelmäßigkeiten abgelegt habe. Mit einer Schadensgutmachung von 1.200 Euro habe man ihn unter dem Gesichtspunkt der tätigen Reue ziehen lassen. Gegenüber einer Kollegin habe er damals gemeint: „I gib's halt zu, aber i war's net!“

Pensionistin 16.000 Euro abgeluchst

„Wir haben ihm die Möglichkeit gegeben, reinen Tisch zu machen“, erklärte der Vertreter des Geldinstituts gegenüber Richter Slawomir Wiaderek. Da zwei Tage später weitere Vorfälle bekannt wurden, erstattete der Arbeitgeber Anzeige. „Sowas hab ich noch nie erlebt. Ich hab wirklich Vertrauen in die Bank gehabt“, meinte eine fast blinde, schwerhörige Pensionistin, deren Bankgeschäfte meist ihr Neffe abwickelte. Als er im Frühjahr 2019 eine Überweisung für sie tätigen wollte, waren nur mehr wenige Euro am Konto. Beim Überprüfen der Belege stellte er einen Fehlbetrag von rund 16.000 Euro fest, der der Tante mittlerweile seitens der Bank ersetzt wurde.

Angeklagter bestreitet Tat

Der Angeklagte bestreitet, für die kriminellen Machenschaften verantwortlich zu sein. Möglicherweise habe sich jemand anderer in seinen Computer eingeloggt und zu den Belegen habe eigentlich auch jeder Mitarbeiter Zugang. Auch seine Paraphe stimme nicht auf allen Belegen mit seiner originalen Abzeichnung überein. Darüber hinaus könne er alle Geldeingänge auf seinem Konto belegen.

Richter Slawomir Wiaderek.

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