Kleines Weihnachtswunder in St. Pölten: Kirgisisches Mädchen kann wieder hören

Nach einer erfolgreichen Implantation: Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Sprinzl mit Ajdina Bekbulatova

ST. PÖLTEN (red). Die fünfjährige Ajdina Bekbulatova aus Kirgisistan gewann einen Wettlauf gegen die Zeit und kann erstmals in ihrem Leben hören: Dank einer Initiative der Ernst Lehnhardt-Stiftung in Kooperation mit dem Universitätsklinikum St. Pölten und CochlearTM. Seit November ist Ajdina in ihrem Heimatland die
erste CI-Trägerin.

Was in Österreich zum medizinischen Standard gehört, ist in Kirgisistan in keiner einzigen Klinik möglich: neonatales Hörscreening, um eine Hörstörung bei Neugeborenen frühzeitig zu erkennen. Denn Neugeborenen-Hörstörungen lassen sich behandeln und somit eine weitgehend normale Sprachentwicklung gewährleisten.

Operation im Uniklinikum St. Pölten

Im Fall von Ajdina Bekbulatova wurden die Eltern – Mutter Nazgul und Vater Kanat – erst zwei Jahre nach der Geburt auf die Schwerhörigkeit ihrer erstgeborenen Tochter aufmerksam. Vor der erfolgreichen Implantation eines Cochlear-Implantates in Österreichs größtem Implantat-Center, dem Universitätsklinikum St. Pölten, liegen knapp drei angespannte Jahre. Doch durch das elterliche Engagement und einem viralen Video mit einem Hilfeaufruf, konnten Spenden für die Operation – deren Kosten bei rund 35.000 Euro liegen – gesammelt werden.

Das Universitätsklinikum St. Pölten und der HNO- Experte Georg Sprinzl erklärten sich schließlich in Kooperation mit der Prof. Ernst Lehnhardt- Stiftung bereit, die Operation kostenlos zu übernehmen; Die Firma CochlearTM stellte zu vergünstigten Konditionen die modernste Hörlösung zur Verfügung.

"Es ist ein gutes Werk"

„Wir sehen es als unsere Aufgabe, Menschen weltweit an der Klangvielfalt des Hörens teilhaben zu lassen“, erklärt Anton Zehentbauer, CochlearTM Vertriebsleiter Österreich, die Philosophie des internationalen Unternehmens. Er bemerkt: „Gehörlosigkeit ist der erste ersetzbare Sinn!“ Auch für Sprinzl steht ein humanitärer Ansatz im Vordergrund: „Es ist ein gutes Werk, ein Kind aus einem Schwellenland zu versorgen, dass sonst nicht die Möglichkeit gehabt hätte. Es ist beeindruckend als Arzt zu sehen, welche Fortschritte Ajdina nach der Erstanpassung gemacht hat.“

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