Ortsreportage
Rosenburg-Mold ist reich an Kleinoden

Die Höhle des Räuberhauptmann Grasel
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  • Die Höhle des Räuberhauptmann Grasel
  • Foto: Gemeinde Rosenburg-Mold
  • hochgeladen von Simone Göls

Rosenburg Mold ist eine Gemeinde mit einem reichen Kulturschatz.

RoSENBURG-MOLD. Wer in die Gegend kommt, denkt vielleicht an einen bekannten Räuberhauptmann.
Der am 4. April 1790 in Neuserowitz in Mähren geborene Johann Georg Grasel wird sehr oft (fälschlicherweise) als der "Robin Hood des Waldviertels" bezeichnet.
Da ihm aufgrund seiner vielen Verbrechen die Justiz ständig auf den Fersen war, benötigte er zahlreiche gute Verstecke. Zu denen zählen auch die nach ihm benannten Höhlen beim Bründl in Maria Dreieichen und am Burgsteig in Rosenburg.
Dingfest wurde der Räuber schlussendlich in Mörtersdorf gemacht und am 31. Jänner 1818 am Rabenstein (vor den Toren des damaligen Wien) seiner Strafe durch den Galgen zugeführt.
Seine letzten Worte sind legendär: „Jessas, so vül Leut!“
Der Überlieferung nach sollen die Graselhöhlen Verstecke des Räuberhauptmanns gewesen sein.
Die Rosenburger Grasel-Höhle (auch Zwergel-Höhle) liegt an einer Felswand über dem Kamp neben dem Fußweg vom Ortszentrum zum Schloss. Ihre Gesamtlänge beträgt 110 Meter.
Die Maria Dreieichner Graselhöhle befindet sich am Ende des Weges zum Marienbründl.

Stallegg und seine Burgruine

Schon die Kelten hatten Stallegg besiedelt. Der Ort erhielt seinen Namen nach dem Rittergeschlecht von Staleche. Die Burgruine ist über den Wanderweg Richtung Etzmannsdorf und den zweiten nach links abbiegenden Waldweg zu erreichen. Gegenüber der Ruine befinden sich Überreste einer gemauerten Galgenanlage.

Die Sage vom Riesenstein

Der Riesenstein in Mold ist ein "Schatz" der Kleinregion Kamp-Taffatal. Er liegt auf der Wiese vor dem Gemeinschaftshaus in Mold Nr. 30. Das Gemeinschaftshaus befindet sich an der Kreuzung in Mold, direkt gegenüber dem Feuerwehrhaus.
Vor langer Zeit lebten im Kamptal Riesen. Sie lebten in Höhlen rund um den heutigen Ort Rosenburg. Als nun einmal eine recht kalte Zeit begann, holten sie große Felsblöcke vom Manhartsberg und begannen, die Rosenburg zu bauen. Da geschah es, dass eine Riesin einen großen Felsblock in ihrer Schürze trug. Als sie dorthin kam, wo heute das Dorf Mold liegt, riss das Schürzenband und der Felsen polterte zu Boden. Er ist so schwer, dass er nicht von der Stelle gerückt werden kann.

Elisabethkapelle Rosenburg

Die Elisabethkapelle wurde 1908 errichtet. 1920 kam sie in Besitz der Gemeinde Rosenburg. Als Ort der regelmäßigen Gottesdienste hat sie bis in die 50er-Jahre des vorigen Jahrhunderts gedient. Dann fiel sie in einen „Dornröschenschlaf“ und wurde 1974 wieder zum Leben erweckt.

An beiden Anfängen – 1908 und 1974 – waren beherzte tatkräftige Menschen aus Rosenburg am Werk. Menschen, die sich zusammenschlossen um etwas Schönes zu schaffen und zu erhalten. Vor 100 Jahren errichtete der „Humanitäre Geselligkeitsverein – Die Rosenburger“ die Elisabethkapelle aus dem Bedürfnis heraus, ein eigenes Gotteshaus im Ort zu haben. Aus der Initiative im Jahr 1974, diese Stätte der Andacht und des Gebetes wieder erblühen zu lassen, ging der „Verkehrsverein Rosenburg“ hervor, der sich bis heute um die Pflege des Ortsbildes in Rosenburg annimmt.

In der Elisabethkapelle finden seitdem wieder regelmäßig Maiandachten und vermehrt auch Taufen und Hochzeiten statt. Die romantisch im Wald gelegene Kapelle bietet sich dafür besonders an.

Canisiuskapelle in Rosenburg

Die Canisiuskapelle liegt an der Kamptalbundesstraße, von Horn kommend auf der rechten Seite.

Heilige Messen und Maiandachten finden regelmäßig statt.

Aus der Geschichte
(Harald Hubatschke (Red.): 50 Jahre Aufbaugymnasium Horn 1928-1978. Festschrift. Horn 1978, S. 79.(
1953 erwarb die Diözese St. Pölten die beiden Gebäude des ehemaligen Hotels Neumann (Hausnummern 70 und 71) und nutzte sie als Interdiözesanes Spätberufenenseminar für bis zu 90 Schüler des Aufbaugymnasiums Horn, in dem Spätberufene auf den Priesterberuf vorbereitet wurden. Gleichzeitig wurde neben dem Schülerheim eine Holzkapelle errichtet, die am 31. Oktober 1954 von Kardinal Theodor Innitzer und Diözesanbischof Franz König eingeweiht wurde. Nach der Eröffnung des Canisiusheims in Horn wurde der Internatsbetrieb in Rosenburg aufgegeben. Die Canisius-Kapelle wird seit dem - betreut durch die Pfarre Horn - als Ortskapelle genutzt

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