02.10.2017, 12:51 Uhr

Onkologieplattform: Häufigste Krebserkrankung der Frau, das Mammakarzinom ...

Prim. Dr. Ernst Ulsperger (Leiter der Abteilung für Innere Medizin und Initiator der Onkologieplattform), Dr. Zsusanna Racz (Oberärztin am Institut für klinische Pathologie und Molekularpathologie), Prim. Dr. Johann Klobasa (Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Landesklinikum Horn) (Foto: Klinikum Horn)
Horn – Vor kurzem fand das vierte wissenschaftliche Symposium der Onkologieplattform Horn zum Thema Mammakarzinom statt.

Die Onkologieplattform unter der Leitung von Prim. Dr. Ernst Ulsperger versteht sich als ungezwungene, offene Vereinigung von Personen verschiedenster Berufsgruppen, die an einer kontinuierlichen, wissenschaftlich basierten Weiterentwicklung im Bereich der Onkologie arbeiten. Im Mittelpunkt steht der krebskranke Patient, der Anspruch auf eine leitlinienbasierte Medizin unter Einschluss der modernsten Therapien und Diagnostik hat.

Bei dieser Veranstaltung stand die häufigste Krebserkrankung der Frau, das Mammakarzinom, im Fokus. Es wurden Themen wie Gentestung bei erblichen Brustkrebs, rasche radiologische Diagnostik von der Bildgebung bis zur Stanze, molekularpathologische Befundung und modernste operative und medikamentöse Therapien umfassend behandelt.

Prim. Dr. Johann Klobasa referierte über die neuesten Ergebnisse zur operativen Behandlungen bei Brustkrebs, insbesondere die aktuellen Guidelines zur „Wächter-Lymphknoten-Technik“ (auch Sentinel-Lymphknoten genannt: Lymphknoten, die bei der Streuung eines Tumors zuerst befallen werden, bezeichnet man als Wächterlymphknoten). Er erklärt: „Bei einer Brustkrebserkrankung kann es zu einer Streuung (Metastasierung) in die Achsellymphknoten kommen. Entscheidend ist der Befall des Wächterlymphknotens, um diese besser und sicher identifizieren zu können, wird vor der Operation eine schwach radioaktive Substanz um den Tumor infiltriert. Diese reichert sich in den Lymphknoten an, der dann während der OP mittels Gamma-Sonde gefunden werden kann und gezielt entnommen wird. Sollte dieser Wächterlymphknoten nicht befallen sein, kann man der Patientin eine große Achseloperation ersparen.“

Weitere Veranstaltungen für ein Fachpublikum sind geplant. Das nächste Thema behandelt die aktuellen Therapien von Darmkrebs. Für das Frühjahr 2018 sind ein hämatologischer und urologischer Schwerpunkt vorgesehen.
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