01.10.2014, 16:16 Uhr

Kaserne Horn: Grüne Gemeinderätin stimmte gegen Pro-Kaserne-Resolution

Gemeinderätin der Grünen Horn, Christa Eckhard. (Foto: Die Grünen)
FB-Posting von SPÖ-Stadtparteichef Jürgen Rochla nach der gestrigen Gemeinderatssitzung:
"Heute wurde im Horner Gemeinderat eine Resolution zum Erhalt der Horner Kaserne beschlossen. Diese beinhaltet die Aufforderung an Minister Klug, sich gegen die Pläne des Generalstabes zu stellen und für den Erhalt der Kaserne einzutreten. 9,4 Mio Investitionen in den letzten 13 Jahren. Eine der wirtschaftlichsten Kasernen Österreichs, ein Befüllungsgrad von 86% an Kaderpersonal und natürlich der Hinweis auf 180 Familien und 2000 Soldaten in Horn, die hier natürlich auch die Wirtschaft beleben, wurden in dieser Resolution berücksichtigt. Leider wurde die Resolution nicht einstimmig beschlossen. Die Horner Grüne Gemeinderätin stimmte dagegen!?!? Da fehlen einem die Worte. Aber nichts desto trotz, wir kämpfen weiter...."

Wir haben heute mit Dr. Christa Eckhard (Schulpsychologin), Gemeinderätin der Grünen Horn, gesprochen und nach den Gründen für diese Entscheidung gefragt. Eckhard:„Grundsätzlich sag ich, dass die Schließung der Kaserne seit über 10 Jahren Thema ist, und dass man lange genug Zeit gehabt hätte, eine sinnvolle Nachnutzung einzuleiten. Weiters bin ich überzeugt, dass das Überleben der Kaserne sehr kurzfristig sein wird und dass man seine Energie nicht dahin richten sollte, das Sterben der Kaserne maximal ein paar Monate zu verlängern, sondern sich um Chancen der dort arbeitenden Menschen oder um Betriebsansiedlungen kümmern sollte."
Ihr Ehemann, Mediziner Friedrich Eckhard, im Vorstand der Grünen des Bezirks Horn, am Telefon: „Dazu kommt die Konzeptlosigkeit. Außerdem reden alle vom Sparen, aber sparen sollen immer die anderen. Die militärischen Aufgaben des Heeres sind bescheiden – und für Zivildiener und Katastrophenschutz braucht man keine Kasernen."

Für Jürgen Rochla ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar. "Ich finde, dass wir einen Eid geschworen haben, für die Bevölkerung der Stadtgemeinde Horn zu arbeiten und für die Menschen das Beste rauszuholen - deshalb sind wir für den Erhalt der Kaserne, die Familien, die Horner Wirtschaft. Denn 200 Soldaten und ihr Sold von 400 € machen 80.000 € im Monat aus - ein Großteil wird vor Ort ausgegeben. Deshalb ist es für mich absolut nicht nachvollziehbar, warum sich die Grüne Gemeinderätin gegen die Kaserne und die Bediensteten stellt."
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karl bauer aus Simmering | 03.10.2014 | 22:12   Melden
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