Leserbrief
Ein Boxkampf, nur ohne Ringrichter

Aufgrund der zahlreichen negativen Berichterstattungen in den Medien und diversen Sozialen Netzwerken ist es mir ein Anliegen, als betroffener Pitztaler einen Leserbrief zu verfassen.

Mir kommt es im Moment oft wie in einem Boxkampf vor, nur ohne Ringrichter,der würde bei unfairen Schlägen eingreifen bzw. den Kampf stoppen.
In dieser Causa gibt es leider keinen Ringrichter und wir Pitztaler müssen Schläge unter der Gürtellinie einstecken...

Die Verbreitung der Unwahrheiten der zahlreichen NGO ́s wie DAV, ÖAV, WWF, Naturfreunde... (wie z.B. die Sprengung des Linken Fernerkogels)haben sich mit bewussten Falschmeldungen die mediale Aufmerksamkeit erschlichen
und diese wurde unverzüglich ohne Recherchen verbreitet.

Der Alpenverein stellt sich gerne als „selbsternannter Retter der Alpen“ dar,aber wer waren die ersten, die Schutzhütten mit Materialseilbahnen errichtet haben?
...dem Deutschen Alpenverein gehören, allein in der Gemeinde St. Leonhard,
6 DAV-Hütten, die eine Gesamtschlafkapazität für ca. 580 Personen anbieten
und somit im Sommer mit Abstand der größte Bettenanbieter in der Gemeinde sind.
Es ist schon sehr verwunderlich und unverständlich, dass vor allem der DAV,
gegen die einzig logische touristische Weiterentwicklung ist und dem ohnehin schwach ausgelasteten Pitztal, zusätzlich Steine in den Weg legen und negative Stimmung verbreiten.

Ich, als Bergbauer, brauche keine selbst ernannten Natur- und Alpenschützer.Ich denke, dass wir Pitztaler selbst wissen, wie wir unsere Landschaft pflegen
und mit unserer Natur umgehen müssen.
Ich kenne kaum eine Region, die so viel unberührte Natur bietet wie das Pitztal.
Als Bergführer bin ich viel privat und mit meinen Gästen im Pitztal unterwegs,
außerhalb der erschlossenen Gebiete, treffe ich in dieser Abgeschiedenheit kaum andere Bergsteiger.

In der Skischule werde ich oft von meinen Gästen gefragt,wann endlich der Zusammenschluss der beiden Skigebiete realisiert wird...

Wir, meine Frau und ich, betreiben einen kleinen Betrieb mit 10 Gästebetten.Wir bekommen häufig von unseren Gästen zu hören, dass sie die schöne Natur im Sommer
wie Winter im Pitztal genießen, aber auch die Annehmlichkeiten der Liftangebote gerne nutzen. Als Highlight vor allem im Sommer bezeichnen viele die Auffahrt mit der Wildspitzbahn
zum Café 3.440m. Im Winter hören wir häufig von unseren Gästen,
dass ein größeres Pistenangebot wünschenswert wäre, auch der in die Jahre gekommene Gletscherexpress (Stollenbahn), wird immer wieder negativ geäußert.
Aus diesem Grund ist ein überirdischer Zubringer für das Pitztal immens wichtig.

Meine Familie und ich leben zu 100% vom Tourismus,deshalb ist für uns und unser Tal, der Zusammenschluss Pitztal – Ötztal
eine einmalige Chance und absolut notwendig.
Ich finde es sehr ungerecht, dass wir Pitztaler für eine Weiterentwicklung „so betteln“ müssen! Ich hoffe, dass die Interessen bzw. Stimmen der Pitztaler- und Ötztaler Bevölkerung mehr Gewicht haben, als die Zurufe von diversen NGO ́s.

Ich vertraue auf unsere gewählten Politiker, dass uns diese nicht in den Rücken fallen und uns den so notwendigen Zusammenschluss Pitztal – Ötztal genehmigenund schnellstmöglich realisieren lassen.

Michael Walser, Bergbauer, Bergführer, Skilehrer und Vermieter

Autor:

Petra Schöpf aus Imst

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