Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy in Stams
"Elias" ging unter die Haut
- Dirigent Jannik Trescher (rechts) mit den vier nach dem imposanten Oratorium. Solist:innen: Johannes Maria Wimmer als Elias (links), Eva Schöler, Eva Maria Amann und Martin Lechleitner.
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In der Basilika des Stift Stams entfaltete sich das Oratorium "Elias" als atmosphärisch dichtes Klangdrama, das Publikum und Ausführende gleichermaßen in seinen Bann zog.
STAMS: Der Dirigent Jannik Trescher, die Solist:innen Johannes Maria Wimmer als Elias in der Titelrolle, Eva Maria Amann, Eva Schöler und Martin Lechleitner, die Stiftsmusik und der Chor der Stiftmusik Stams und das Palusselli Cinsort Stams ließen Felix Mendelssohn-Bartholdys monumentales Oratorium "Elias" am 25.4. und 26.4.2026 in starker Intensität lebendig werden. Die Musik schien die Stimmen zu beflügeln – und umgekehrt trugen die Stimmen die Musik mit einer Energie, die die wunderschöne Basilika des Stift Stams erfüllte.
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Die biblische Figur des Elias aus dem Alten Testament, angesiedelt im 8. Jahrhundert vor Christus, erschien als widersprüchliche, zutiefst menschliche Gestalt. Sein kompromissloser Kampf gegen den Baalskult und die erschütternde Gewalt, die daraus erwuchs, wirkten beklemmend aktuell und berührte das zahlreiche Publikum.
Dirigent Jannik Trescher setzte dabei auf Spannungsbögen, die das Werk nicht glätteten, sondern zuspitzten. Unter seiner Leitung entwickelte sich ein Sog, der die Gegensätze von Triumph und Zusammenbruch, von Ekstase und Erschöpfung eindringlich hörbar und spürbar machten.
Die fein abgestimmte Balance zwischen Orchester und Chor ließ die dramatischen Kontraste plastisch hervortreten und verlieh der Aufführung jene besondere Dichte, die im langen Applaus nachhallte.
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Die Solist:innen
Eva Maria Amann, Eva Schöler und Martin Lechleitner überzeugten mit Ausdrucksstärke und stilistischer Klarheit. Johannes Maria Wimmer als Elias in der Titelrolle beeindruckte mit seiner Präsenz und stimmlicher Tiefe. Sein Elias war kein unantastbarer Prophet, sondern eine Figur voller Brüche, Zweifel und innerer Kämpfe.
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Schon bei seiner Uraufführung 1846 in Birmingham hatte das Werk für Aufsehen gesorgt. Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 bis 1847) schuf ein Oratorium mit einem dramatisches Psychogramm eines Menschen im Spannungsfeld von Glaube, Zweifel und fanatischem Wahrheitsanspruch. In Stams wurde genau diese Zerrissenheit greifbar. Zwischen wuchtigen Chören und Momenten fast schmerzlicher Stille zeichnete sich das Bild eines Propheten ab, der von seiner Mission getragen wurde – und zugleich an ihr zu zerbrechen drohte.
Dichtes aufwühlendes Erlebnis
So wurde die Konzerte zu weit mehr als einer Interpretation eines großen Oratoriums. Sie waren dichte, aufwühlenden Erlebnisse, in dem Musik und Stimme einander beflügelten. Sie führten das Publikum mitten hinein in die großen Fragen nach Wahrheit, Glauben, Krieg und dem zutiefst menschlichen Bedürfnis nach Frieden.
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