Tiwag lud zur Infomesse

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Durch die Erweiterung des Kraftwerksprojektes Sellrain-Silz auf Stamser Gemeindegebiet wurde in der vergangenen Woche in der NMS Stams eine Bürgerinfomesse inszeniert. Die Besucher hatten dabei Gelegenheit, sich an den verschiedenen Ständen über die Details des Projektes umfassend und persönlich zu informieren. Zudem stand die Tiwag-Spitze, namentlich Bruno Wallnöfer und Johann Herdina Rede und Antwort. Wie berichtet, will die Tiwag die Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz massiv ausbauen, ein dritter Speicherteich und ein zweites Pumpspeicher-kraftwerk sollen gebaut werden. Im Rahmen der Umweltverträglichkeitserklärung wurde nun auch ein Schwallausgleichsbecken in Stams projektiert, das vor allem dem Inn zugute kommen soll. Die durch den Kraftwerksbetrieb entstehenden Wasserschwälle sorgen ja für eine massive Beeinträchtigung des Fischbestandes. Laichplätze werden mit Gletschersedimenten verstopft, zudem wird der Uferbereich durch die unterschiedlichen Wasserstände schwer in Mitleidenschaft gezogen. Projektleiter Heinrich Pliessnig erläuterte samt Experten in den Bereichen Landschaft, Tiere, wasser, Luft, Klima, Lärm und Verkehr die Details der Tiwag-Pläne. Knapp Hundert Interessierte waren gekommen, kritische Fragen wurden nur vereinzelt gestellt, allerdings auch mit Ernsthaftigkeit beantwortet. Das geplante Ausgleichsbecken in Stams soll rund 300.000 Kubikmeter Wasser fassen, mit einer Fläche von 12 Hektar ist es "ausreichend dimensioniert", wie die Experten verlauteten. Hier setzte auch die Kritik an, denn nicht nur wertvolle landwirtschaftliche Fflächen gingen verloren, sondern auch eine Veränderung des Mikroklimas wird befürchtet. Auch die Brutplätze des Ortolan-Vogels, der laut WWF nur mehr in Stams vorkommt, sind gefährdet. Die Tiwag-Oberen beteuerten jedenfalls, die Belastungen für Mensch und Umwelt zu minimieren und zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen zu inszenieren. Die Bürgermeister Franz Gallop aus Stams und Hermann Föger aus Silz stehen dem Vorhaben jedenfalls sehr positiv gegenüber. Gallop erklärte: "Ich habe mir das Projekt sehr genau angesehen und kann außer dem Schwallbetrieb eigentlich keine Nachteile erkennen. Zwischen Silz und Stams erwarte ich mir eine faire Aufteilung der Zahlungen von Seiten der Tiwag."

Autor:

Clemens Perktold aus Imst

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