08.03.2018, 11:09 Uhr

Markus Bernardi schießt in der "Hitlerkausa" scharf zurück Richtung Wolfgang Neururer

Markus Bernardi trat aus der FPÖ aus

AKTUELLE Reaktion der FPÖ Tirol Causa Imst:

„Die FPÖ Tirol teilt mit, dass sowohl der Imster BPO Wolfgang Neururer als auch Brigitte Gröber, gegen die derzeit ein Ermittlungsverfahren in der Causa dietiwag.org läuft, bis zum Abschluss des Verfahrens ihre Funktionen und ihre Mitgliedschaft ruhend gestellt haben. Zugleich wurde Landesparteisekretär Fabian Walch mit der Führung der laufenden Geschäfte beauftragt.“ (FPÖ Landtagsklub)

IMST (ps). "Von wegen die Bilder wurden nur in der siebenköpfigen Whatsappgruppe verschickt, alles Blödsinn", greift Markus Bernardi, der seit kurzem aus der Partei ausgetreten ist, seinen ehemaligen Bezirksparteiobmann Wolfgang Neururer an. Er nimmt dabei Bezug auf die kürzlich auf "dietiwag.org" veröffentlichten Handy-Screenshots, die Hitler zeigen. Neururer sagte den Bezirksblättern gegenüber, er habe die Hitlerbilder nur innerhalb der Gruppe gesendet, um vor einem eventuellen Racheakt des kürzlich ausgetretenen Parteimitglieds zu warnen.

"Das war alles ganz anders"
Bernardi widerlegt diese Aussage. Neururer soll die Hitlerbilder nie innerhalb der Gruppe, vielmehr per SMS an Brigitte Gröber, aktuelle geschäftsführende Stadtparteiobfrau, geschickt haben. Diese habe die Nachrichten dann auch Bernardi gezeigt, der allerdings "nichts von solchem Zeug wissen wollte", erläutert Bernardi.  Allerdings habe er sich damals von Brigitte Gröber Scrennshots schicken lassen - zur Beweissicherung, wenn Neururer einmal etwas gegen ihn anzetteln würde. Auch Markus Abwerzger, Spitzenkandidat der FPÖ Landesliste, habe er am 25. Oktober 2017 die ausgedruckten Bilder gezeigt. "Dieser schaute sie an und meinte: "Naja, tragisch, aber ich glaube nicht, dass der Wolfgang ein Nazi ist", nahm die Zettel an sich und steckte sie in die Schublade", schilderte Bernardi das bis zur Veröffentlichung auf "dietiwag.org" vorläufige Ende der Causa.

"Pass auf deine Frau auf"
Es kriselte schon länger in der Bezirks-FP. "Am Anfang bekam ich dubiose Briefe, das habe ich hingenommen und diese einfach weggeschmissen. Aber zu Weihnachten kam es ganz dick. Ich erhielt eine Karte mit der Aufschrift 'Pass besser auf dein Pialein auf', da reichte es mir", erinnert sich der ehemalige Imster Gemeinderat Bernardi. Es sei noch eine Zeile mit Wortlaut, der unter die Gürtellinie ging, dabei gestanden, diese wollte er nicht wiedergeben.
"Mir ist viel egal, aber meine Frau Pia darf nicht hineingezogen werden. Das kann und will ich mir nicht gefallen lassen, deshalb packte ich aus bei der Polizei." Die Beamten der Pi Imst und der Verfassungsschutz prüfen in der Zwischenzeit die Fakten und ob der §3 Verbotsgesetz (Wiederbetätigung) zur Anwendung kommt.

Vorangegangener Bericht über die Screenshots auf "dieTiwag.org"
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