02.06.2017, 10:15 Uhr

Unsere Milch kommt von der Zenzi, Greta und Rosi

Barbara Spielmann, Erika Schöpf, Otmar Juen, Renate Dengg, Rudolf Köll, Thomas Kluibenschädl, Birgit Föger und Benjamin Kranebitter.

Österreich ist das einzige Land weltweit, das (noch) gentechnikfreie Milch garantieren kann.

IMST (ps). Am 1. Juni wurde im FMZ der Weltmilchtag mit kleinen Geschenken für die Konsumenten gefeiert. Bauernbundbezirksobmann Rudolf Köll, der Leiter der Bezirkslandwirtschaftskammer Othmar Juen und Bezirksbäurin Renate Dengg waren unter anderem als Verteiler der Tirol Milch Präsente tätig. "Wir wollen den Konsumenten aufmerksam machen, zu heimischen Produkten zu greifen", so Dengg gewohnt begeisternd und mitreissend. Rudolf Köll findet ebenso passende Worte über die Problematik des Kleinbauersterbens: "Wenn die zuständige Politik nicht bald einsieht, dass mit den momentan geforferten Maßnahmen und geltenden Gesetzen die kleinstrukturierte Bauernschaft regelrecht ausgerottet wird, sehen wir düsteren Zeiten entgegen. Wenn ein Bauer nach dem anderen zusperrt, werden auch die Wiesen und Almen nicht mehr gepflegt. Was das für das Landschaftsbild bedeutet, dürfte vorstellbar sein." Schon länger wird bei jeder sich bietenden Gelegenheit von Seiten der Bauernfunktionäre auf dei Problematiken der Landwirte aufmerksam gemacht, wir haben ebenfalls mehrfach darüber berichtet. Doch immer noch fehlen resultate, Erleichterungen für die etroffenen und die jungen Landwirte übernehmen immer seltener den elterlichen Betrieb. "In Tirol, speziell im Oberland, ist die Kuh dem Bauer noch mit Namen bekannt, die Milch kommt von der Rosi oder der Zenzi. Die Kühe machen Sommerfrische auf den heimischen Almen und fressen beste Kräuter dort oben," so Köll weiter. "Trotz der vorbildhaften Qualität kostet die Almmilch weniger als Mineralwasser. Wir müssen ganz schnell umdenken, bevor es zu spät ist."
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.