Einiges über den Kohlmarkt in Wien. Luxus, Monarchie und Geheimes.

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Es erinnert der Name Kohlmarkt noch immer an den mittelalterlichen Kohlenmarkt, doch im Lauf der Zeit entwickelte sich der Kohlmarkt zu einer der vornehmsten Straßen Wiens, was sich in noblen Huldigungszügen und Prozessionen ausdrückte. War doch die direkte Verbindung vom Graben und St. Stephan zur Hofburg und schon immer die Meile von Luxus, Reichtum und Glamour. Fast alle k.u.k. Hoflieferanten und Werkstätten waren dort präsent.

1770 siedelten sich die Kammerjuweliere Rozet & Fischmeister am Kohlmarkt 11 an, die Fenster gehen in den in den barocken Hof des Michaelerhauses gehen. Fischmeister wurde k.u.k. Hof-Gold-, Silber- und Juwelenwaren-Fabrikant, sowie ab 1913 Kammerlieferant des Kaisers. Der Innenhof ist mit den barocken Wagenschuppen und der typischen Pawlatschenkonstruktion ebenfalls sehenswert. Er wurde vom Barnabitenorden 1720 erbaut und ist der Michaelerkirche zugehörig. Hier bezog Joseph Haydn 1749 eine Dachkammer und lebte viele Jahre dort. Vom Keller des Michaelerhauses gibt es noch immer geheime Zugänge zu den Grüften der Michaelerkirche, an die 120 Särge und 4.000 Skelette sollen noch vorhanden sein. 

Nur fünf Minuten von der Hofzuckerei Demel entfernt war das Café Pucher, es galt vor dem ersten Weltkrieg als das vornehmste Cafehaus Wiens. Obgleich architektonisch wundersam und mit altmodischer Einrichtung gingen Hohe Beamte, aktive Minister, einflussreiche Abgeordnete usw. ständig ein und aus. Das Haus wurde 1938 Wehrmachtsevidentstelle und das Cafe mußte schliessen.

Der Vater der Grande Dame des österreichischen Theaters, der leider 2019 verstorbenen Elfriede Ott hatte am Kohlmarkt ein Uhrengeschäft, wo die junge Elfi  zur Uhrmacherin ausgebildet wurde. 

Am Graben 18/Ecke Kohlmarkt gibt der Reiter am Dachfirst noch immer Rätsel auf. Angeblich ein Denkmal für Johann (Jan) Sobieski. Der Journalist Theodor F. Meisel rechtfertigt den Schildnamen "Zur großen Bethen“ (erinnernd an „die drei Ewigen“, die als Nationalheilige verehrt wurden).

Autor:

Peter Markl aus Mariahilf

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