VGT für bundesweites Verbot
Erneut Fiaker-Unfall in der Innenstadt

Erneut kam es zu einem Unfall im Zusammenhang mit einem Fiaker in der Innenstadt, bei dem ein Pferd auf dem glatten Asphalt zu Sturz kam. | Foto: privat
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Erneut kam es zu einem Unfall im Zusammenhang mit einem Fiaker in der Wiener Innenstadt, bei dem ein Pferd auf dem glatten Asphalt zu Sturz kam. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) wiederholte deswegen seine Forderung nach einem bundesweiten Fiaker-Verbot.

WIEN/INNERE STADT. Am Samstag, 21. Jänner, kam es im 1. Bezirk an der Kreuzung Tiefer Graben/Heidenschuß erneut zu einem Unfall in Zusammenhang mit einem Fiaker-Gespann. Eines der eingespannten Pferde kam beim Abbiegen des Fiakers in die Strauchgasse auf dem glatten Asphalt zu Sturz – das zeigen Fotoaufnahmen von Augenzeugen.

Dabei war nicht klar, ob das Tier verletzt war oder einfach unter Schock stand, es bewegte sich zuerst nicht und war nicht imstande, aufzustehen. Die Passanten, die den Unfall beobachteten, alarmierten die Polizei. Diese forderten den Fiaker-Fahrer schließlich auf, die Tierrettung zu verständigen.

Das VGT veröffentlichte am Mittwoch, 25. Jänner, auch ein Handy-Video, welches nach dem Unfall aufgenommen wurde. Es zeigt, wie das Pferd vor Schock und aufgrund der mangelnden Bewegungsfreiheit nicht aufstehen kann. Außerdemm lag das Pferd etwa eine Viertelstunde am Asphalt. Der Fiakerfahrer soll versucht haben, das teilweise noch eingespannte Pferd mehrmals mit Schlägen zum Aufstehen zu bringen.

VGT fordert bundesweites Fiaker-Verbot

Laut den Zeugen soll das Pferd erst nach etwa einer Viertelstunde wieder in der Lage gewesen sein, aus eigener Kraft aufzustehen. Es ist unklar, ob das Pferd nach dem traumatischen Unfall noch selber die Kutsche heimziehen musste, oder ob es abgeholt wurde.

Der VGT nimmt die Stadtregierung in die Pflicht, endlich Maßnahmen zu setzen. | Foto: privat
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VGT-Campaigner Georg Prinz zeigt sich schockiert: "Es ist leider mittlerweile zum traurigen Gesetz geworden: In Wien verging seit Oktober fast kein Monat ohne tragischen Fiaker-Unfall. Dieser Vorfall zeigt: Eine Stadt ist kein Ort für Pferde." Prinz nimmt die Stadtregierung in die Pflicht, endlich Maßnahmen zu setzen.

"Wenn Wiens Tierschutz-Stadtrat Jürgen Czernohorszky seinem Amt gerecht werden will, sollte er sich für ein Ende der Fiaker in Wien einsetzen", so der VGT-Aktivist. So fordert der Tierschutzvereins wiederholt ein bundesweites Fiaker-Verbot, sowie als Sofortmaßnahme ein absolutes Fahrverbot bei Glatteisgefahr.

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