Jubiläum
Seit 100 Jahren Walzer in der Tanzschule Elmayer

Am Elmayer-Kränzchen in der Wiener Hofburg sind alljährlich 500 Debütantinnen und Debütanten beteiligt.
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  • Am Elmayer-Kränzchen in der Wiener Hofburg sind alljährlich 500 Debütantinnen und Debütanten beteiligt.
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Die Tanzschule Elmayer ist Wiens führende Adresse für alle, die lernen wollen, sich auf dem Parkett zu bewegen.

INNERE STADT. Tanz ist Entertainment und soll Spaß machen. Von dieser Feststellung ist Thomas Schäfer-Elmayer überzeugt. "Wir wollen den Unterricht als Vergnügen gestalten", sagt er. Mit Erfolg: "Unsere Schüler sagen mir oft, dass die Zeit bei uns die beste ihres Lebens gewesen sei."
Schäfer-Elmayer führt die Schule in dritter Generation. Heuer feiert sie ihr 100-jähriges Jubiläum. "Rund 200.000 Schüler haben unsere Schule besucht." Aus der Wiener Tanz- und Ballszene ist sie längst nicht mehr wegzudenken. Heuer eröffnete Schäfer-Elmayer zum 20. Mal den Wiener Philharmonikerball. 34 Mal hat die Schule die Eröffnung des Wiener Opernballs gestaltet.

Familie der Quereinsteiger

Dabei wurde den Elmayers der Tanz nicht in die Wiege gelegt. "Wir sind alle Quereinsteiger", sagt Schäfer-Elmayer, wenn er auf die Familiengeschichte zurückblickt. Den Anfang machte 1919 der ehemalige Rittmeister Willy Elmayer-Vestenbrugg. "Mein Großvater wollte mit jungen Menschen arbeiten. Deshalb hat er die Stallungen des Palais Pallavicini in der Bräunerstraße 13 in eine Tanzschule umgebaut."

Nach dem Zweiten Weltkrieg adoptierte Willy Elmayer-Vestenbrugg einen jungen Mann, der später zum Vater von Thomas Schäfer-Elmayer wurde. Auch er war von Beruf zunächst Offizier gewesen und dann in den Betrieb der Schule eingestiegen. "Meine Eltern haben sich hier auf dem Parkett kennengelernt."

Thomas Schäfer-Elmayer selbst führt die Schule seit dem Jahr 1987, also bereits seit 32 Jahren. Rund 30 Personen sind hier derzeit beschäftigt. Unterrichtet werden neben den zehn Gesellschaftstänzen des Welttanzprogramms auch beliebte Tänze wie Polka, Quadrille, Salsa oder Discofox.

Erinnern und gewinnen

"Tanzen ist wichtig für die Kooperationsfähigkeit", sagt Schäfer-Elmayer. "Man muss zusammenspielen, um zu zweit das Richtige zu erreichen." Bei all diesen Aktivitäten entstehen Erinnerungen. Diese versucht die Tanzschule nun, in Form eines Gewinnspiels zu sammeln. Bis 15. August können Anekdoten und Fotos, etwa von alten Tanzkarten, eingeschickt werden. Ende August werden die bemerkenswertesten Einsendungen von einer Jury prämiert und ausgestellt. Weitere Infos gibt es hier.

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