Neues Mittelklasse-Nacked-Bike made in Austria * By (TRD) Pressedienst Blog News Portal 2018

KTMs erster Reihen-Zweizylinder (nach Singles und V2-Motoren) überzeugt durch Performance, satten Sound und moderaten Verbrauch.
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  • KTMs erster Reihen-Zweizylinder (nach Singles und V2-Motoren) überzeugt durch Performance, satten Sound und moderaten Verbrauch.
  • Foto: © Ralf Schütze / mid/ TRDmobil
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(TRD/MID) Klingt ein wenig nach Übertreibung, ist aber keine: „Skalpell“ nennt KTM seine neue Naked Bike-Mittelklasse 790 Duke. Und die extrem wendige Österreicherin durchdringt tatsächlich mit derartiger Präzision jede Ecke oder Kurve, dass der Vergleich mit einem chirurgischen Werkzeug durchaus angebracht scheint. Lange Zeit gab’s von KTM nur V2-Motoren und Einzylinder. Letztere erstaunlich kraftvoll und zuletzt auch kultiviert, aber doch stets an den bauartbedingten Grenzen der Physik. Der neue, „LC8c“ getaufte Reihen-Twin wuchtet stattliche 105 PS Leistung und bärenstarke 86 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. Aber macht so ein ideales Gerät für die heiße Jagd über kurvige Landstraßen auch im Alltag Spaß?

Typisch KTM: Der neue Zweizylinder im markentypischen Stahl-Gitterrohrrahmen ist kein konventioneller Reihenmotor. Der sogenannte Hubzapfenversatz um 75 Grad macht’s möglich, dass er trotz seiner Bauart ebenso sonor bis markerschütternd brabbeln oder brüllen kann, wie man es von einem 75-Grad-V2 der österreichischen Marke gewohnt ist. Und: Der raue Sound des 105 PS starken Motors drückt deckungsgleich seinen kantigen Charakter aus. Wird sein Drehzahlhunger gestillt, belohnt er dies mit fulminantem Vortrieb, dennoch hat er auch von unten heraus reichlich Schmalz. Allerdings gibt sich der 0,8-Liter-Twin etwas launisch beim Dahinrollen – Konstantfahrruckeln nennt das der etwas genervte Biker.

Aber für gemütliches Dahincruisen ist diese Motor-Bike-Kombination auch wirklich nicht geschaffen. Stattdessen genießt man unentwegt das katapulthafte Lospreschen der KTM 790 Duke. Damit erfüllt der jüngste Ableger der herzöglichen Linie fahraktiver Motorräder („Duke“, also Herzog, heißen die wendige Naked Bikes der Marke seit 1994) exakt die Erwartungen der meisten KTM-Fans. Die maximale Schubkraft von 86 Nm Drehmoment der neuen Mittelklasse-Duke liegt zwar erst bei stolzen 8.000 U/min an. Großes Aber: Zwischen etwa 3.000 und knapp 10.000 Umdrehungen drückt die Kraft aus exakt 799 ccm Hubraum stets mit mehr als 70 Nm nach vorne. Über dieses relativ breite Drehzahlband hinweg glänzt der neue Reihen-Zweizylinder also mit Kraft pur und muss dabei nur mit megaschlanken 187 kg Leergewicht fertig werden. Zum Vergleich: Die direkten Rivalen haben meist deutlich mehr Speck auf den Hüften (Ducati Monster 821: 213 kg; Kawasaki Z900: 210 kg; Suzuki GSX-S 750: 214 kg). Und selbst die relativ leichte Yamaha MT-09 bringt immerhin acht Kilo mehr auf die Waage.

Dass die neue österreichische Mittelklasse auch nicht gerade teuer ist, überrascht angesichts der serienmäßigen Ausstattung umso mehr. 9.790 Euro liegen deutlich unter Ducati (11.795) und Yamaha (10.375) und sind nicht soviel teurer als Kawasaki (9.095) oder Suzuki (8.890). Dafür glänzt die KTM 790 Duke mit einem großen Elektronik-Paket: Der von Bosch zugelieferte Quickshifter erlaubt fast immer geschmeidige Schaltvorgänge, ohne die serienmäßige Anti-Hopping-Kupplung betätigen zu müssen. Vier Fahrprogramme machen’s möglich, die Maschine exakt auf die Fähigkeiten und Vorlieben des jeweiligen Fahrers einzustellen. Der dazu gehörige „Track“-Modus ist sogar erstmals an einer KTM serienmäßig freigeschaltet. Dazu kommen Kurven-ABS (inklusive „Supermoto-Modus“ mit blockierbarem Hinterrad) sowie eine schräglagenabhängige Traktionskontrolle. Einstellen und kontrollieren lassen sich diese komplexen Funktionen über einen großen TFT-Bildschirm (5 Zoll). Das Menü lässt sich intuitiv bedienen, das Display ist auch bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesbar.

Mehr Informationen dazu gibt es unter: TRD Link Motorrad 

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