Gegen Einsparungen im Uni-Budget
Studierende besetzen Wiener Akademie der bildenden Künste
- Die Akademie der bildenden Künste am Schillerplatz ist ab sofort besetzt.
- Foto: APA-Images / APA / ROLAND SCHLAGER
- hochgeladen von Kevin Chi
Österreich muss an allen Ecken und Enden den Rotstift ansetzen. Dies bekommen auch die Universitäten zu spüren. Eine Situation, die sich die Studierenden der Akademie der bildenden Künste nicht gefallen lassen wollen. Die Aula am Schillerplatz 3 ist ab sofort besetzt.
WIEN/INNERE STADT. In den vergangenen Wochen gingen immer mehr Studierende auf die Barrikaden. Die anhaltenden Kürzungen des Budgets der Universitäten bereiten vielen von ihnen große Sorgen um die Zukunft der Lehre. Eine Protestaktion der Studierenden der Akademie der bildenden Künste Wien am Schillerplatz 3 erinnert nun deutlich an die großen "Uni brennt"-Proteste des Jahres 2009.
In der Zeit wurden im ganzen Land unzählige Hörsäle besetzt, um unter anderem gegen die Unterfinanzierung an den Universitäten lautstark anzukämpfen. Diesmal ist es kein Hörsaal, sondern die Aula, die die Studierenden im Rahmen des Protestes besetzen.
Auf die Frage, wie lange die Aktion andauern soll, findet Ertuğrul Bayraktar, Vorsitzender der ÖH an der Akademie der bildenden Künste, gegenüber MeinBezirk eine unmissverständliche Antwort: "So lange, bis sich beim Budget etwas ändert."
Es wird besetzt
Die Entschlossenheit ist groß. Seit Donnerstag, den 15. Oktober, um Punkt 20 Uhr wird nun also gestreikt oder genauer gesagt besetzt. Damit will die Studierendenschaft ein klares Zeichen gegen den aktuellen Sparkurs an den heimischen Hochschulen setzten.
- Ertuğrul Bayraktar, Vorsitzender der ÖH an der Akademie der bildenden Künste, stellt klar, dass man auf einen langen Streik vorbereitet sei.
- Foto: Ertuğrul Bayraktar
- hochgeladen von Fabian Franz
Seitens der ÖH stellt man klar, dass eine Kürzung des Budgets für Universitäten dazu führen würde, dass es weniger Lehrveranstaltungen, weniger Angebote und schlechtere Studienbedingungen geben würde. "Bildung sollte an erster Stelle stehen, wenn es um den Ausbau geht – Bildung ist unsere Zukunft, Bildung ist Fortschritt", kritisiert Bayraktar die aktuelle Bildungspolitik. Er ergänzt, dass Hürden wie Studiengebühren abgeschafft gehören und nicht erhöht: "Nicht nur Kinder reicher Eltern haben das Recht auf Bildung, sondern alle."
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