25.09.2014, 10:43 Uhr

Fühlen sich Radfahrer in der Stadt sicher? Können Fussgänger sich noch sicher fühlen?

Die erste Frage stellt sich meines Erachtens nicht mehr mit Recht, weil das "schwächste Glied" im Strassenverkehr - zumindest seit die Grünen das Verkehrsressort in Wien übernommen haben - die Fussgänger sind. Deren wahre Feinde sind nach meinen Beobachtungen und Erfahrungen: Radfahrer, für die es offenbar keine gesetzlichen Regeleungen gibt, wo und wie sie fahren:
Einbahnen ohne Zusatzschild "ausgenommen Radfahrer" gibt es für sie - zumindest in der "Unterstadt", d.i. der Bereich Schottengasse/Graben/Singerstrasse bis Ring/Franz-Josefs-Kai/Ring, nicht.
Man kann von Glück Reden, wenn man aus dem Haustor tritt und nicht gleich auf dem Gehsteig von einem Radfahrer flachgelegt wird.
Fussgängerübergänge werden von vielen Radfahrern als "normale" Verkehrsflächen gesehen, egal ob ein, für den Radfahrer lebensüberdrüssiger Fussgänger gerade die Strasse überquert oder gar der motorisierte Verkehr davor angehalten hat, um einem Fussgänger die sichere Benutzung des Fussgängerüberganges zu ermöglichen.
Fussgängerzonen ohne "ausgenommen Radfahrer" gibt es für sie nicht.
Das sieht man als Bewohner - Polizei gibt es ja nur in Funkstreifen oder Polizeiinspektionen und nicht per pedes - nicht nur auf Graben und Kohlmarkt, der Kärntnerstrasse sonder sogar in der Naglergasse, dem Judenplatz und auch in der Seitenstättengasse, obwohl dort die Synagoge angeblich Tag und Nacht bewacht wird. Diese "Wachpolizisten" sind offenbar für Radfahrer-Delikte nicht zuständig.
Offenbar der "Fluch der Anonymität".
Als ich neulich auf einer ampelgeregelten Kreuzung bei Grünlicht für Fußgänger von einem Radfahrer, der trotz Rotlicht für ihn in die Kreuzung einfahren wollte niedergestossen und nicht unerheblich verletzt worden bin - der Radfahrer hat, nachdem er selbst fast auch zu Sturz gekommen ist, das Weite gesucht - zwecks (sinnloser Anzeige) zur "Verarztung" - mehrerer blutenden Wunden in der nahegelegenen PI Goethegasse angekommen bin, hat mich der Polizist unschuldig gefragt: "Konnten Sie wenigstens das Kennzeichen ablesen?"
Dass Radfahrer über eine allenfalls bestehende Haushaltsversicherung den verursachten oder gar verschuldeten Schaden abgelten können bringt nichts, weil sie ja normalerweise nicht identifiziert werden können.
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Robert Schwarzbauer aus Alsergrund | 25.09.2014 | 22:05   Melden
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Anton Bacher aus Simmering | 26.09.2014 | 10:41   Melden
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Herbert Huberic aus Osttirol | 26.09.2014 | 14:37   Melden
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